Studie: Jeder fünfte Soldat geht mit einer psychischen Störung…

Eine Studie besagt: Jeder fünfte Soldat geht mit einer psychischen Störung in den Auslandseinsatz und jeder vierte Soldat kommt mit einer traumatischen Störung zurück nach Deutschland. Die Soldaten kosten das deutsche Sozialsystem jährlich Millionen. — Jeder Fünfte, den die Bundeswehr zum Auslandseinsatz schickt, leidet unter Störungen wie Depressionen. Dies zeigt eine vom Bundestag veranlasste Studie. Demnach bleiben die psychischen Erkrankungen oft unerkannt – auch weil Soldaten Stigmatisierung fürchten. Der Wehrbeauftragte Königshaus fordert Konsequenzen. Weiterlesen.

Kommentar: Soldaten gehen in Auslandseinsätze, um Krieg zu machen. Wenn sie für humanitäre Ziele gingen, würden sie ja bei Hilfsorganisationen arbeiten. Damit sind Soldaten bereits von sich aus schon Psychopathen. Da die Folgen solcher Kriegsspiele auch noch aus Mitteln der Krankenkasse repariert werden, kann man nur jedem denkfähigen und konsequenten Menschen raten, aus dem Krankheitssystem auszutreten. Denn wer sich fahrlässig durch Kriegshandlungen seinem eigenen Traumata aussetzt, darf wirklich keine gesundheitliche Hilfe von der Allgemeinheit erwarten… Naja, von mir jedenfalls nicht.

Djokovic kritisiert Syrien-Pläne der USA

bombardierung

New York – Tennis-Branchenführer Novak Djokovic hat am Rande der US Open die Pläne der US-Regierung zu einer militärischen Intervention im Bürgerkriegsland Syrien kritisiert. „Ich bin entschieden gegen den Einsatz weiterer Waffen, gegen Luftschläge und Raketen-Angriffe“, sagte der 26-jährige Serbe:

„Ich bin gegen alles Destruktive,

denn ich habe diese Erfahrung selbst gemacht: Es kann nichts Gutes bewirken.“ Djokovic ist in Belgrad aufgewachsen und erlebte im Alter von 12 Jahren die Luftangriffe der NATO auf das damalige Jugoslawien im Rahmen des Kosovokrieges mit. „Diese Zeiten, die meine Landsleute und ich damals durchgemacht haben, sind eine Erfahrung, die wir niemandem wünschen. Krieg ist das Schlimmste, was einem Menschen in seinem Leben wiederfahren kann. Niemand gewinnt dabei“, sagte Djokovic.

Mit 12 Jahren erlebte Novak Djokovic die Nato-Luftschläge gegen seine serbische Heimat. Darum lehnt der Tennis-Superstar einen Militärschlag gegen Syrien ab.

Die aktuelle Nummer 1 im Männertennis hält ein militärisches Eingreifen des Westens in den syrischen Bürgerkrieg für eine schlechte Idee: «Ich lehne jegliche Art von Waffen, Luftschlag und Bombardierung kategorisch ab. Ich bin aufgrund meiner persönlichen Erfahrung gegen alles Destruktive, weil ich weiss, dass daraus nichts Gutes kommen kann», sagte Novak Djokovic am Sonntag am Rand des US Open.

Djokovic war 12 Jahre alt, als die NATO 1999 die serbische Hauptstadt Belgrad bombardierte. «Diese Zeiten, die ich mit meinen Landsleuten und serbischen Tenniskollegen erlebt habe, wünschen wir niemandem. Krieg ist das Schlimmste. Es gibt keine Gewinner», sagte Djokovic. Gleichzeitig habe er versucht, aus der schwierigen Situation das Beste zu machen: «Wir waren Kinder. Also dachten wir, okay, wir müssen nicht mehr zur Schule gehen und können mehr Tennis spielen.»

Tennis mit Kampfjets am Himmel: «Zwei Monate lang spielten wir praktisch jeden Tag Tennis, während die Kampfjets über unsere Köpfe flogen. Wir machten, was wir wollten und liessen das Leben entscheiden, was mit uns passierte. Wir hatten keine Kontrolle darüber, wir waren hilflos. Zum Glück überlebten wir alle», so Djokovic weiter.

Der heute 26-jährige Superstar konnte im September 1999, wenige Monate nach Ende der NATO-Bombardements, Serbien verlassen und in eine Tennisschule in Deutschland übersiedeln. Von dort startete er zwei Jahre später seine internationale Karriere.

Primärquelle: SID, Sekundärquellen: tz München, Handelsblatt.com, 20 Minuten. Propaganda entfernt.

Buch: Serve To Win

Novak Djokovic reveals the gluten-free diet and fitness plan that transformed his health and pushed him to the pinnacle.
In 2011, Novak Djokovic had what sportswriters called the greatest single season ever by a professional tennis player: He won ten titles, three Grand Slams, and forty-three consecutive matches. Remarkably, less than two years earlier, this champion could barely complete a tournament. How did a player once plagued by aches, breathing difficulties, and injuries on the court suddenly become the #1 ranked tennis player in the world? The answer is astonishing: He changed what he ate.
In Serve to Win, Djokovic recounts how he survived the bombing of Belgrade, Serbia, rising from a war-torn childhood to the top tier of his sport. While Djokovic loved and craved bread and pasta, and especially the pizza at his family’s restaurant, his body simply couldn’t process wheat. Eliminating gluten—the protein found in wheat—made him feel instantly better, lighter, clearer, and quicker. As he continued to research and refine his diet, his health issues disappeared, extra pounds dropped away, and his improved physical health and mental focus allowed him to achieve his two childhood dreams: to win Wimbledon, and to become the #1 ranked tennis player in the world.
Now Djokovic has created a blueprint for remaking your body and your life in just fourteen days. With weekly menus, mindful eating tips for optimal digestion, and delicious, easy-to-prepare recipes, you’ll be well on your way to shedding extra weight and finding your way to a better you. Djokovic also offers tips for eliminating stress and simple exercises to get you revved up and moving, the very same ones he does before each match.
You don’t need to be a superstar athlete to start living and feeling better. With Serve to Win, a trimmer, stronger, healthier you is just two weeks away.

Der „Reptilienfonds“ -Wie Bismarck die Presse für die Entfesselung des Kriegs mit Frankreich einspannte

Der „Reptilienfonds“

Wie Bismarck die Presse für die Entfesselung des Kriegs mit Frankreich und andere Zwecke einspannte

Schon im Vormärz lassen die Verleger regierungsfrommer Blätter ihrem unrentablen Geschäft mit Zuwendungen aus fürstlichen Regierungsschatullen aufhelfen. In Frankreich nimmt die Käuflichkeit von Verlegern und Redakteuren unter Napoleon III. solche Ausmaße an, daß die Presse grundsätzlich als korrupt gilt. In Deutschland sind es vor allem die Regierungen Preußens und Österreichs, die in großem Umfang Gelder zur Beeinflussung der Presse einsetzen. Zum Beispiel wird im Streit um die politische Vorherrschaft in Deutschland sogar ein radikalliberales Blatt wie die „Mannheimer Abendzeitung“ von der österreichischen Regierung als förderungswürdig angesehen, da ihr zwar nicht dessen republikanische Haltung, wohl aber seine Preußenfeindlichkeit und sein Eintreten für eine großdeutsche Lösung bei der nationalen Einigung nützlich erscheint. Selbst in Paris verausgabt ein preußischer Agent erhebliche Summen zur Beeinflussung der französischen Presse.

Nach der Annexion Hannovers nimmt Bismarck den Widerstand des abgesetzten Königs Georg V. zum Anlaß, um dessen Privatvermögen zu beschlagnahmen und unter dem Vorwand der Bekämpfung welfischer Umtriebe für seine politischen Ziele einzusetzen. Als ihm Anfang 1869 vorgehalten wird, diese und andere Gelder zur Korrumpierung der Presse verwenden zu wollen, bekennt er sich durchaus zu dieser Absicht:

„…ich glaube, wir verdienen Ihren Dank, wenn wir uns dazu hergeben, bösartige Reptilien zu verfolgen bis in ihre Höhlen hinein, um zu beobachten, was sie treiben.“

Bismarck verhöhnt seine Kritiker sogar mit den Worten:

„…aber machen Sie uns aus dem bedauerlichen Zwang, daß wir Gelder zu solchen Zwecken verwenden müssen, keinen Vorwurf; probieren sie erst, ob Sie Pech anfassen können, ohne sich zu besudeln.“

Aufgrund dieser Äußerung wird Bismarcks Geheimfonds als „Reptilienfonds“ bekannt. Dabei erfährt das Wort „Reptil“ allerdings einen Bedeutungswandel: Die liberalen Kritiker Bismarcks verwenden es als Synonym für kriecherische, regierungshörige Journalisten. Bismarck beklagte sich darüber 1876 im Reichstag mit den Worten:

Wie entstand das Wort Reptil? Ich nannte Reptile die Leute, die im Verborgenen gegen unsere Politik, gegen die Politik des Staates intriguieren. Und nun hat man das Wort umgewendet und nennt Reptile gerade diejenigen, die das aussprechen, was die Regierung will.“

Aus den Mitteln dieses „Reptilienfonds“ wird zum Beispiel die Zustimmung des verschwendungssüchtigen bayerischen Königs Ludwig II. zur Reichsgründung unter preußischer Vorherrschaft erkauft. Auch der korrupte Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins, Johann Baptist von Schweitzer, wird aus Mitteln des Reptilienfonds bezahlt. Nicht zuletzt aber dient er der Schmierung zahlreicher Zeitungen und der Entfesselung von Pressekampagnen zur Unterstützung der Bismarckschen Politik. Schon 1869 sichert sich die preußische Regierung die Einflußnahme auf „Wolffs Telegraphisches Büro“ (W.T.B.), die wichtigste deutsche Nachrichtenagentur, die bis in das „Dritte Reich “ den jeweiligen Regierungen verbunden bleibt.

Mit diesem Instrumentarium gelingt Bismarck im Juli 1870 die Auslösung des deutsch-französischen Krieges. Als vordergründiger Anlaß dient die von beiden Seiten hochgespielte Frage der spanischen Thronfolge. Schon am 10. Juli gibt Bismarck Anweisung, „daß die offiziöse Presse den Ton sittlicher Entrüstung anschlägt“. Auch die süddeutschen Blätter schließen sich nach anfänglichem Zögern der von Bismarck inszenierten Kampagne an. In die so erzeugte Hochspannung läßt Bismarck die „Emser Depesche“ platzen. Dabei handelt es sich um einen ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Bericht über eine Begegnung König Wilhelms I. mit dem französischen Botschafter in Bad Ems. Bismarck präpariert diesen regierungsinternen Bericht für die Veröffentlichung in der Presse. Durch Kürzungen verleiht er dem Text eine verletzende Schärfe, die dem tatsächlichen Verlauf des Gesprächs nicht gerecht wird. In der manipulierten Fassung wird die Depesche am 13. Juli in einem Extra-Blatt der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ veröffentlicht, die Bismarcks bevorzugtes Sprachrohr ist und aus Mitteln des Reptilienfonds gespeist wird. Zugleich wird sie anderen Presseorganen zugeleitet. Bismarcks Rechnung geht auf: Fast noch mehr als die Verschärfung des Berichts über die Abweisung des französischen Botschafters durch den preußischen König wird in Frankreich die Veröffentlichung des regierungsamtlichen Textes als Provokation empfunden. Die Erregung auf beiden Seiten überschlägt sich. Am 19. Juli kommt die französische Kriegserklärung.

Diese Beispiele verdeutlichen, daß die Presse schon im liberalen Zeitalter der freien Konkurrenz keineswegs eine unabhängige „vierte Gewalt“ oder das Sprachrohr freischwebender Geister ist. Sie dient mit ihrer Nachrichtengebung zugleich politischen Interessen und der ideologischen Beeinflussung. Mit bilderbuchhafter Deutlichkeit kommt dies unter den geschilderten Verhältnissen deshalb zum Ausdruck, weil die jeweiligen Regierungen mit beträchtlichen Summen die Machtbalance publizistisch zu ihren Gunsten zu verändern versuchen. Allerdings folgt schon damals ein wesentlicher Teil der Presse der Regierungspolitik auch ohne Bezahlung, weil sie überzeugt ist, daß dies zu ihrem Vorteil geschieht. Eines „Reptilienfonds“ bedarf es im Grunde nur in der kritischen Phase der Konkurrenz ebenbürtiger politischer und sozialer Kräfte. Solche annähernde Ebenbürtigkeit herrscht zwischen den Großmächten Preußen und Österreich sowie zwischen den bürgerlichen Kräften und der halbfeudalen despotischen Staatsmacht. Mit der Reichsgründung kann Bismarck beide Auseinandersetzungen zu seinen Gunsten entscheiden. Nach dem Einschwenken des tonangebenden Teils des Bürgertums auf seine Politik braucht er weder eine bestochene Presse mehr noch einen korrupten Arbeiterführer wie Schweitzer, um die Arbeiterschaft gegen das liberale Bürgertum auszuspielen.

Aufruf zur Kriegsdienstverweigerung der IGP und Tamera

Ihr habt keine Feinde. Die Menschen mit anderem Glauben, anderer Kultur oder anderer Hautfarbe sind nicht eure Feinde. Es gibt keinen Grund, sie zu bekämpfen.

Die, die euch in den Krieg schicken, tun es nicht für eure Interessen, sondern für ihre eigenen. Für ihren Profit, ihre Macht, ihren Vorteil, ihren Luxus.

Warum kämpft ihr für sie? Habt ihr Anteil an ihrem Profit? Habt ihr Anteil an ihrer Macht? Habt ihr Anteil an ihrem Luxus? Und gegen wen kämpft ihr? Haben euch die sogenannten Feinde etwas getan? Cassius Clay hat sich geweigert, in Vietnam zu kämpfen. Er hat gesagt, die Vietnamesen hätten ihm nichts getan. Oder ihr GI´s: Haben euch die Afghanen, die Iraker, die Iraner etwas getan? Oder ihr jungen Russen: Haben euch die Tschetschenen etwas getan? Und wenn ja, wißt ihr, wieviel Schlimmes eure Regierung ihnen angetan hat? Oder ihr jungen Israelis: Haben euch die Palästinenser etwas getan? Und wenn ja, wißt ihr, was eure eigene Regierung ihnen angetan hat? Wer hat das Unrecht verursacht, das ihr bekämpfen sollt? Wißt ihr, welchen Mächten ihr dient, wenn ihr mit Panzern durch erobertes Gelände fahrt?

Wer in aller Welt verursacht das Unrecht, zu dessen angeblicher Bekämpfung die Jugend in den Krieg geschickt wird? Es sind eure eigenen Regierungen, eure eigenen Gesetzgeber, es sind die Herrscher in eurem eigenen Land.
Es ist die Welt der Banken und Konzerne, der Rüstungsindustrie und der Militärs, denen ihr dient, wenn ihr ihren Kriegsbefehlen folgt. Wollt ihr wirklich deren Welt unterstützen?

Wenn ihr das nicht wollt, dann ignoriert den Kriegsdienst. Ignoriert ihn so beharrlich und so machtvoll, dass sie euch nicht mehr holen. „Stellt euch vor, es wäre Krieg, und niemand ginge hin.“ Kein Mensch auf der Erde hat das Recht, einen anderen Menschen zum Krieg zu zwingen. Wenn sie euch einziehen wollen zum Kriegsdienst, dann dreht den Spieß um. Schreibt ihnen, wo und wann sie sich zu melden haben, mit welchen Socken, Unterhosen und Hemden sie bitte antreten sollen. Macht ihnen unmißverständlich klar, dass sie ab sofort selber in den Krieg ziehen müssen, wenn sie ihre schmutzigen Interessen durchsetzen wollen. Benutzt eure Beziehungen, eure Medien, eure Jugend und eure Macht, um den Spieß umzudrehen. Wenn sie Krieg wollen, sollen sie sich selber in die Panzer und Schützengräben begeben, sollen selber über Minenfelder fahren und sich von Schrapnellwaffen zerfetzen lassen.

Es gäbe keine Kriege mehr auf der Erde, wenn diejenigen, die die Kriege verursachen, die Schlachten selber führen müßten und wenn sie am eigenen Leib erfahren würden, was es heißt, verstümmelt oder verbrannt zu werden, zu verhungern, zu erfrieren, vor Schmerzen ohnmächtig zu werden. Krieg ist das Gegenteil von jedem Menschenrecht. Wer Krieg befiehlt, ist immer im Unrecht.

Krieg ist die aktive Verursachung von unendlichem Leiden: zerquetschte und verbrannte Kinder, zerfetzte Leiber, zerstörte Dorfgemeinschaften, verlorene Familienangehörige, verlorene Freunde oder Liebespartner, Hunger, Kälte, Schmerz und Flucht, Grausamkeit gegen die Zivilbevölkerung – das ist Krieg! Niemand darf in den Krieg ziehen. Hinter den Gesetzen der Herrschenden gibt es ein höheres Rechtsgut: „Du sollst nicht töten.“ Es ist die moralische Pflicht aller mutigen Menschen, sich dem Wehrdienst zu entziehen. Tut es massenhaft und tut es solange, bis niemand mehr Lust hat, in den Krieg zu ziehen. Es ist eine Ehre, den Kriegsdienst zu verweigern. Zeigt diese Ehre solange, bis sie von allen anerkannt wird.

Die Uniform des Soldaten ist das Narrenkleid der Hörigen. Befehl und Gehorsam sind die Logik einer Kultur, die Angst hat vor der Freiheit.

Wer sich zum Krieg bereit findet, und sei es nur zum obligatorischen Wehrdienst, macht sich der Mittäterschaft schuldig. Es verträgt sich mit keiner Ethik, der Wehrpflicht Folge zu leisten. Solange wir Menschen sind, müssen wir mit allen Mitteln dafür sorgen, dass dieser Wahnsinn aufhört. Es kann keine humane Welt geben, solange der Kriegsdienst als gesellschaftliche Pflicht akzeptiert wird.

Der Feind: das sind immer die anderen. Aber denkt nach: Wenn ihr auf der anderen“ Seite wärt, dann wärt ihr selbst der Feind. Die Rollen sind austauschbar.

„Wir weigern uns, Feinde zu sein.“ Die Tränen, die eine palästinensische Mutter weint um ihr getötetes Kind sind dieselben wie die Tränen einer israelischen Mutter, deren Kind bei einem Bombenattentat ums Leben kam.
Der Krieger der neuen Zeit ist ein Krieger des Friedens.

Man muß den Mut haben, Leben zu schützen und weich zu werden, wenn unseren Mitgeschöpfen Hartes zugefügt wird. Trainiert euren Leib, kräftigt euer Herz und festigt euren Geist, um die weiche Kraft gegen alle Widerstände durchzusetzen. Es ist die weiche Kraft, die alle Härten überwindet.

Ihr alle seid aus der Liebe zwischen einem Mann und einer Frau hervorgegangen. So liebt und verehrt und pflegt die Liebe.

“Make love, not war.“ Das war ein tiefer Satz der amerikanischen Kriegsdienstverweigerer zur Zeit des Vietnamkriegs. Möge dieser Satz einziehen in alle jungen Herzen. Und mögen wir alle die Intelligenz und den Willen finden, ihm für immer zu folgen.

Im Namen der Liebe.
Im Namen aller Kinder.
Im Namen der Wärme für alles, was Haut und Fell hat.

Dieter Duhm

Weitere Informationen:
Youth group, Institute for Global Peacework (IGP)
Monte Cerro, P-7630 Colos, Portugal
Tel: 00351-283 635 484 – Fax: 00351-283 635 374
Email: igf@tamera.orghttp://www.tamera.org

Quelle: Stoppt den Krieg in Gaza, tamera.org

Die Panzerfamilie – Krauss-Maffei Wegmann

Eigentümer von KMW: Da von der Öffentlichkeit immer noch unterbewertet und zu wenig beachtet, stellen wir unten nochmal die wichtigsten Eigentümer der Firma KMW vor. Dies sind die Hauptverantwortlichen Waffenexporteure, die derzeit zur Sicherung der Konzernexistenz Waffen in alle Welt exportieren. Niemand sollte sich etwas vormachen: Dieser Artikel bleibt online, bis die Firma KMW öffentlich bekannt gibt, ihr Geschäftsmodell vom Export von Kriegswaffen auf das Backen von gesunden Brötchen umzustellen, oder bis ganz WordPress offline gehen muss. Kein Scherz. – Menschen die Waffen verbreiten gehören hinter Gitter. Und es dürfte wohl ein Märchen sein, dass Panzer zur Herstellung von Honigkuchen vorgesehen sind.

Privatadressen: Anders als das Zentrum für politische Schönheit, suchen wir hier ab sofort nach den Privatadressen der KMW-Eigentümer. Sie können diese über die Kommentarfunktion einreichen. Bitte beachten Sie, dass wir die Adressen über unser Netzwerk überprüfen werden und nur plausible, bestätigte Anschriften veröffentlichen werden.

Mitarbeiterliste: Vor einigen Wochen hatten wir bereits einen Teil der Mitarbeiter neu veröffentlicht. Diese war im Netzwerk Xing zu finden. Die Liste bei Xing ist von 237 auf 138 zusammengeschrumpft. Natürlich reduziert das die Verantwortlichkeit jedes einzelnen Mitarbeiters nicht.

Fahndungsplakate: Einige der „alten“ Fahndungsplakate gibt es hier zum Herunterladen. Es sei aber dazu gesagt, dass die Belohnung nicht mehr ausgesetzt ist: Manfred Bode | Beatrice von Braunbehrens | Volkmar von Braunbehrens | Burkhart von Braunbehrens | Wolfgang Bode | Vera von Braunbehrens | Werner Zimni.

Weitere Informationen zu den Personen:

Beatrice von Braunbehrens – Die Fotografin

Beatrice von Braunbehrens hat drei Freunde: das Rosamunde Musikquartett, das die Lady of War immer wieder mit der Kamera “schiessen” durfte, Lisa Endriß und einen polnischen Kunsthistoriker, der ihr, nennen wir es, „Werk“ in der taz vom 21. Januar 1992 mit dem Satz bespricht: „Beatrice v. Braunbehrens quält eher sich selbst“. – Trotzdem hat die Freundschaft gehalten. Sie zitiert den völlig Unbekannten bis heute begeistert auf der Startseite ihrer Homepage (er wiederum will „Katalogtexte“ für sie verfasst haben). Der „Autor“ Jörn Jacob Rohwer tituliert sie zur „Philanthropistin“ hoch und hat einen siebenseitigen biographischen Essay über sie verfasst (offenbar in ihrem Privatbesitz) mit dem Titel: „Hüllen“. Wir halten es momentan mehr mit dem ‚Hüllen-fallen-Lassen’: zur „Philantropistin“ wird sie durch ihre Spenden (als „Nachfahrin des Namensgebers Theodor Springmann“) für die Online-Datenbank der Theodor-Springmann-Stiftung (TSS). Zum Dank durfte sie dafür in einer Jury sitzen.

Angeblich gab es „Einzelausstellungen“ in „Heidelberg, Günzburg, Montpellier, Berlin und Wasserburg“, die unauffindbar sind. Sie wird in den letzten zehn Jahren immer in Gruppenausstellungen mit ihren drei Freunden (siehe oben) oder mit ihrem Mann (auch an KMW beteiligt) genannt. Diese Gruppenausstellungen erscheinen auch nicht gerade als Akte reiner Freiwilligkeit, wenn sie folgendermaßen angekündigt werden: „43 Künstlermitglieder des Kunstvereins zeigen ihre Arbeiten zu dem kunsthistorisch relevanten Thema ‚Fragment’“. In der Ankündigung einer anderen Ausstellung wird behauptet: „Beatrice von Braunbehrens ist Photographin und hat sowohl besondere Situationen und Milieus mit der Kamera eingefangen als auch durch Vergrößerungen graphisch anmutende Kunstwerke geschaffen“. Diese „besonderen Situationen und Milieus“ sind dann: Stühle im Wasser, Hände am Fenster, Hunde, Katzen, Hunde, Wasserfontänen, eine ihrer Freundinnen, die in einer Baumkrone verschwindet.

Reaktionen

Eine Woche nach Beginn unserer Aktion wurde sie von ihrer wichtigsten Kuratorin bei uns wiedererkannt, was sie derart aufwühlte, einen Brief an ihre ehemalige Weggefährtin zu verfassen:

Hallo Beatrice, vielleicht erinnerst Du Dich noch an die “Blickachse – Kunst im Park” Ausstellung in Herrnsheim? Bernd Ackermann und ich waren damals die Veranstalter. Nun muss ich heute erfahren, dass du Anteile an der Firma Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG besitzt. Das passt so gar nicht in das Bild, das ich von Dir aus der Zeit der künstlerischen Zusammenarbeit habe. Wie geht das zusammen – frage ich mich und wende mich daher auf diesem Weg direkt an Dich.
Ich appelliere an Deine Menschlichkeit und fordere Dich hiermit auf: Bringe Dich aktiv in die Firmenpolitik der KMW ein. 
Helfe mit den Panzerdeal mit Saudi-Arabien ein für allemal abzublasen. 
BITTE 
Mit hoffenden Grüßen

Carmen Kästner

Beatrice von Braunbehrens ist bis heute abgetaucht. Eine Antwort blieb aus.

Vera von Braunbehrens – Die Psychotherapeutin

Vera von Braunbehrens ist zertifizierte Psychotherapeutin und bietet „die Möglichkeit zur Selbsterfahrung in Sandspieltherapie“, bei der man tatsächlich in einem Sandkasten herumbuddeln muss. Diese Therapie (nach Dora M. Kalff) soll so innere Welten sichtbar machen. So treibt es auch diese Dame zielsicher in ihre eigenen wunden Punkte, wenn Sie Ihre Arbeit als Instrument beschreibt, mit dem man “zu sich selbst in Beziehung treten” könne.

Die Tatsache, dass sie Mitglied des Ethikausschusses (!) des C. G. Jung-Instituts München e.V. ist, zeugt jedenfalls von einer Menge ungetaner Beziehungsarbeit mit ihrem Ich. Noch steckt ihr Kopf wohl zu tief im Sandkasten. Auch wenn wir Vera von Braunbehrens Glauben schenken, dass sie als seltene Ausnahme im Clan echter Arbeit nachgeht, sind die Widersprüche kaum aufzulösen: Sie leitet das „Forschungsprojekt“ (zwei Veröffentlichungen, 1992 u. 1993) des “Montessori 21″-Hauses in München, wo sie laut Webseite donnerstags Sandkastenspiele anbietet. Mit ihrer Arbeitskollegin und Afrika-Kennerin Gabi Stephan, wird sie – wenn ihre Panzer auch durch Afrika rollen – ebenfalls einiges an Beziehungsarbeit zu leisten haben.

Die Montessori-Philosophie wiederum zielt übrigens darauf ab, Kindern “Selbstvertrauen und Selbstständigkeit” zu geben. Das dürfte sich für die Bahrainischen Kinder demnächst etwas schwieriger gestalten. 1993 schreibt sie in „Das Krokodil und seine symbolische Bedeutung“, dass jenes Tier eine unbewusste Seite des Menschen repräsentiere, die im Einklang mit der Natur stehe (S. 56). Es drängt sich die Frage auf, welches Tier die unterbewußte Seite von Vera von Brauenbehrens repräsentiert, die im stillen Einklang mit dem Krieg steht. Der Vogel Strauss?

Reaktionen

Auf dem Höhepunkt des öffentlichen und medialen Drucks verfasste Vera von Braunbehrens eine Mail, die sie an Arbeitskolleginnen und Freunde verschickte – in der Hoffnung, damit weitere Diskussionen abzuwürgen:

Meine Familie ist seit 130 Jahren passiv an dieser Unternehmensgruppe beteiligt, die ursprünglich Eisenbahnwaggons herstellte, im Laufe der Jahre ganz andere Fertigungen errichtete, darunter schließlich auch Rüstungstechnik. Was in der Kampagne behauptet und inszeniert wird, hat also durchaus einen wahren Kern, entspricht aber nicht den Tatsachen oder verdreht diese. […] KMW ist bekannt dafür, noch nie in irgendwelcher Weise gegen diese Bestimmungen verstoßen zu haben. […] Ein Verkauf von Panzern in ein arabisches Land, das seine Bevölkerung unterdrückt oder zu unterdrücken droht, ist gewiß ein fragwürdiges Geschäft, das auch meine Billigung nicht findet.

Die laufende Kampagne behauptet Ziele zu verfolgen, die auf diese Weise gar nicht zu erzielen wären und rechtfertigt gleichzeitig alle Mittel wegen ihrer „hehren“ Ziele. […] Aus diesem Grunde werde ich zur Zeit auch keine eigenständige Stellungnahme abgeben. […] Ich bitte Sie zu respektieren, daß ich auf dieser Ebene keine weiteren Auskünfte geben kann und möchte und ich hoffe sehr, daß ich weiterhin bei denen, die mich kennen, als Mensch gesehen werde, der sich bemüht, verantwortlich zu handeln und zu leben.

Rüdiger von Braunbehrens – Der Krankenpfleger

Der gelernte Krankenpfleger Rüdiger von Brauenbehrens besitzt seit dem 20. März 2012 sagenhafte 90 Millionen Euro (11,25 %) an Krauss-Maffei Wegmann und ist damit der größte Eigentümer. Der Krankenpfleger setzt auf die konsequente Fortführung einer bisher scheinbar bewährten Familientradition in Unternehmens-Reinkultur: Der willkürlich anmutende Versuch, die eigene Vita präventiv mit gutmenschlichen oder schöngeistigen Tätigkeiten aufzufüllen, um den eigenen Machenschaften innerhalb des Panzer-Clans einen moralischen Ausgleich entgegenzustellen. So sitzt er im Vorstand der Maria-Montessori-Schule in Freiburg. Auf deren Homepage prangt der Satz: “So wie du bist, bist du gut.” – Man sollte vielleicht in Klammern dazuschreiben: “Dieser Spruch ist mit dem Vorstand abgesprochen und stellt keine Garantie dar.”

Desweiteren ist Herr von Brauenbehrens 1. Vorsitzender der “Freiburger Alpinschule”, einem sich als “idealistisch” gerierenden Bergsteigerverein, der es sich unter anderem zum Ziel gemacht hat, die “TeilnehmerInnen zu selbstständigen und besonnenen BerggängerInnen heranzubilden” und diese in die Lage zu versetzen, “die Schönheit der Natur im Hochgebirge, abseits gesicherter Wege, verantwortungsbewusst zu erleben und unbeschadet wieder nach Hause zu kommen.” Hoffen wir, dass er seine erlernten, sozialen Kompetenzen nun dafür nutzt, sich ein wenig mehr um “besonnene und verantwortungsbewusste PanzerfahrerInnen” zu kümmern.

Reaktionen

Nach Projektbeginn flog er möglicherweise aus dem oben genannten Förderverein der Montessori-Schule heraus. Ende Juni 2012 liess er dann seine Anwälte sprechen und ging auf dem Rechtsweg gegen unser Projekt vor. Er erwirkte eine sofortige Unterlassungserklärung gegen das zentrale Anliegen des Projekts, ihn ins Gefängnis zu bringen, weil der 90fache Waffenmillionär sich in “seinem Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit” verfolgt, “gebrandmarkt” und “erniedrigt” sah. Daraufhin musste dieses Kunstprojekt großflächig zensiert werden. Es war ein beispielloser Eingriff in die Kunstfreiheit. Kurz darauf versuchte er auch sonst, seine Spuren im Internet zu verwischen: Fotos verschwanden von Webseiten, womöglich um vor Richtern simulieren zu können, niemals in der Öffentlichkeit gestanden zu haben.

Volkmar von Braunbehrens – Der Humanist

Volkmar von Braunbehrens ist ein deutscher Musikwissenschaftler und Publizist, der sich insbesondere als Mozart-Forscher einen Namen gemacht hat. Er studierte Literaturgeschichte, Musikwissenschaft und Kunstgeschichte in München, Heidelberg und Berlin und ist seit 1981 Privatdozent. Er war Mitbegründer und Redakteur der „Berliner Hefte“ sowie langjähriger Leiter der Berliner Galerie am Savignyplatz. Er lebt als freier Autor in seiner Geburtsstadt. Außerdem führte Braunbehrens als Vorstandsmitglied der Humanistischen Union die offensichtliche Familientradition des Tieftauchens in Widersprüchen fort.

Seit ihrer Gründung 1961 setzt sich die HU für den Schutz und die Durchsetzung der Menschen- und Bürgerrechte ein. Hier konnte er wohl mit seiner ganz eigenen Expertise vor allem einiges zum Thema Schutz und Durchsetzung beitragen.

“Der Geschmack des Todes ist auf meiner Zunge, ich fühle etwas, das nicht von dieser Welt ist.” (Mozart’s letzte Worte am 5. Dezember 1791)

Reaktionen

Nach dem Bekanntwerden seiner Eigentümerschaft gingen bei uns viele Hinweise von ehemaligen Weggefährten ein. So konnte aufgedeckt werden, dass er für die frühe 68er-Bewegung sehr wichtig war und 1968 als Vertreter der HSU sogar vom Untersuchungsausschuss verhört wurde, der dem Tod Benno Ohnesorgs und den Ausschreitungen nach dem Schah-Besuch nachging. Eine ehemalige Studentin von ihm teilte uns mit, dass sein Spitzname in den 70ern “Ares” (der griechische Gott des Krieges, des Gemetzels und des Blutbads) gewesen sei. Sie schrieb ihm einen sehr persönlichen und eindringlichen Brief, in dem es u.a. heißt:

Werter Volkmar von Braunbehrens, lieber Ares, aus alter Gewohnheit bleibe ich beim Du. Ich war eine Deiner Studentinnen. […] ich erinnere noch sehr gut Deine politische Haltung. Gut, damals waren wir alle politisch, zumindest die meisten von uns, und ich war sehr jung. Meine Fragen jedoch, was will, soll, was kann Literatur im gesellschaftspolitischen Kontext, wurden beantwortet. Und diese Antworten haben noch heute Gültigkeit für mich. Ebenso meine Erkenntnisse zu den Fragen nach Gerechtigkeit, Solidarität, Verteilung, zu der Frage nach politischer Verantwortung. Um so entsetzter bin ich, dass jemand, der – wenn auch nur kurz – meinen Erkenntnisprozess befördert hat, diese meine Werte, die einst wohl als unsere gemeinsamen hätten bezeichnet werden dürfen, derart mit Füßen tritt.

Isabel Glinicke – Die Lehrerin

Zu Isabel Glinicke weiß man nicht viel. Das einzige, was man auf Anhieb findet, ist eine zutiefst bürgerliche Fassade: Isabel unterrichtet Volkswirtschaft und Wirtschaft an der Martin-Luther-King-Schule in Kassel. Diese Information reicht allerdings vollkommen aus, um für die Einführung des Unterrichtsfaches “Moralische Schizophrenie” eine sehr geeignete Kandidatin der reinen Lehre zu finden.

Isabel Glinicke hat bereits zwei Mal ihren Nachnamen geändert. Sie gehört zur Familie Bode und trug auch deren Namen, als Sie 1971 zur Welt kam. Bei ihrer ersten Heirat nahm Sie den Namen ihres Gatten an – aus Isabel Bode wurde Isabel Kropf. Zusammen mit ihrem ersten Mann Alexander Kropf gründete Sie dann im Jahr 2000 die Firma “Kropf Immobilienverwaltungen GmbH”. Die Firma wurde 3 Jahre später liquidiert. Die Ehe ist ebenfalls gescheitert und so ergab sich für Isabel die Möglichkeit einer weiteren Namensänderung: sie heiratete Frank-Florian Glinicke, Teil der Kassler Autohausdynastie Glinicke.

Haupteigentümerin Glinicke

2001 steigt sie bei KMW ein und mausert sich kontinuierlich zur drittgrößten Eigentümerin, ohne dass in der Chronologie des Handelsregisters allerdings erkennbar würde, wie sie zu diesem Reichtum gelangt. Isabel Glinicke (ehemals Kropf, geborene Bode) ist mit ihrem Anteil drittgrößte Eigentümerin der Holding. Sie hat ihren Anteil im Jahr 2011 zuletzt mehr als verdoppelt und hält somit 9,1 % an KMW.

Ebenfalls im Jahr 2011 gründete Sie zusammen mit Frank-Florian Glinicke – Traditionen soll man pflegen – eine Firma. Immobilienverwaltung scheint aber nicht mehr Isabels Ding zu sein und so ist der Geschäftszweck der “Glinicke Investment OHG” dann auch “der Erwerb, Handel und die Betreuung von Unternehmensbeteiligungen”. Wir dürfen gespannt sein. Martin Luther King sagte einmal: „Am Ende werden wir uns nicht an die Worte unserer Feinde erinnern, sondern an das Schweigen unserer Freunde.“

Reaktionen

Sie soll nach Beginn unserer Aktion ihre Kinder aus der örtlichen Waldorfschule genommen haben und nach Sylt geflüchtet sein. Zudem soll sie ihr Haus in Kassel mit Sicherheitstechnik vollgestopft haben: statt einen falschen Waffendeal zu verhindern, setzt die Lehrerin also lieber auf dicke Mauern. In Kassel scheint sie viele Feinde zu haben, zumindest gingen bei uns haufenweise Informationen ein (Fotos, Tipps, etc.), sogar eine Bürgerini soll sich in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft gegen sie gegründet haben.

Manfred Bode – Der Waldorfschüler

Die Süddeutsche Zeitung nennt den kamerascheuen Kasseler ein “Phantom der Geschäftswelt”, die WirtschaftsWoche tituliert ihn als “Deutschlands unbekanntester Großunternehmer”. Laut Focus sammelt er Kerzenleuchter, alte Stiche und Oldtimer. In Kassel soll er sich laut dem Nachrichtenmagazin einen bayerischen Bierkeller eingerichtet haben, “in den er Generäle zum zünftigen Umtrunk” lädt.

Der mächtigste Mann der deutschen Rüstungsindustrie hat noch nie ein längeres Interview gegeben und führt ein abgeschottetes Leben in einem Dachgeschoss in München. Eines der seltenen Fotos von ihm stammt von der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Sein Anwalt bezeichnet das Bild als “Betriebsunfall”. Der Oberbürgermeister von Kassel sagt in seiner Laudatio über Bode: “Nicht unerwähnt bleiben soll auch, dass Sie sich bis heute der Walldorfschule in Kassel verbunden fühlen, die Sie ja selbst besucht haben. […] Sie haben sich für das Gemeinwohl in hohem Maße verdient gemacht. Für Ihr beeindruckendes Engagement hat der Bundespräsident Ihnen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.” (Quelle)

Eine Petition fordert aktuell die Aberkennung seines Bundesverdienstkreuzes.

Die Lokalpresse feiert seinen Aufstieg „zu einem Waffenlieferanten von Weltrang“. (HNA) Ab der Zeit der Expansionsstrategie wie der stetigen Gewinnzuwächse füttert er die Presse immer wieder mit einsilbigen Verlautbarungen darüber, wie schlecht es der Waffenindustrie in Deutschland gehe. (Manager Magazin)

Reaktionen

Nach Beginn unserer Aktion recherchierte das Nachrichtenmagazin FOCUS hinter ihm her und veröffentlichte das Protokoll eines Telefongesprächs mit dem Firmenpatriarchen:

Ein Anruf bei Clan-Chef Manfred Bode unter seiner Geheimnummer: „Guten Tag, Herr Bode, hier ist das Nachrichtenmagazin FOCUS . . .“ – „Sie bohren schon bei über 20 Leuten.“ – „Wir bohren nicht, wir haben Fragen.“ – „Ich gebe grundsätzlich keine Interviews und beantworte keine Fragen.“ – „Es geht um die GbR und die Übernahme durch ihre Söhne . . .“ – „Ich beantworte grundsätzlich keine Fragen und gebe keine Interviews.“ – „Wir haben uns auch an die Firma gewandt, aber die ist nicht bereit . . .“ – „Das ist Sache der Firma und hat mit mir nichts zu tun. Danke.“

Ähnliche Artikel:

Bundesregierung entdeckt Waffenhandel
– Kinderbetreuungszuschuss bei Panzerschmiede KMW
– Video-Update Krauss-Maffei-Wegmann
– Waffenhändler Burkhart von Braunbehrens (KMW) redet im ZDF
– Der Leopard-2-Skandal und Krauss-Maffei Wegmann
– Panzerfamilien im Rampenlicht
100 Briefe an die Eigentümer von Krauss-Maffei-Wegmann
– Telepolis – Die Unkosten des Krieges
– Die Mitarbeiterliste der Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG

War made easy – Wenn Amerikas Präsidenten lügen (WDR)

die story: „War made easy – Wenn Amerikas Präsidenten lügen“
WDR Fernsehen, 17.03.2008
Ein Film von Loretta Alper und Jeremy Earp, Gesprochen von Sean Penn

So unterschiedlich Amerikas Präsidenten in den vergangenen 50 Jahren auch waren. Sie waren in einem alle gleich. Sie alle waren wahre Könner in der Kunst der Lüge, wenn sie das eigene Land zu einem Krieg verführen wollten. Und ihre Methoden glichen sich. Diese „Gehirnwäsche mit Tradition“ hat der amerikanische Wissenschaftler Norman Solomon erforscht, und die beiden DokumentarfilmerLoretta Alper und Jeremy Earp haben dies in einem wunderbar eindrucksvollen Film erzählt.

Wie man sich den Krieg leicht macht. Norman Solomon zeigt, dass, immer wenn die Kriegsmaschinerie in Gang gesetzt wurde und das amerikanische Volk jubelnd zur Seite stehen sollte, Sprache und Rhetorik der einzelnen Präsidenten nahezu identisch waren. Auch die Rolle der Journalisten wird im Film thematisiert. Gezeigt wird unter anderem, wie Reporter und Moderatoren sich in Kriegszeiten die Gestiken und Redewendungen der Präsidenten aneigneten. Politik und Medien, wird im Film deutlich, arbeiten Hand in Hand.

Der Film wurde vom Oscar-Preisträger und Friedensaktivist Sean Penn gesprochen. Die deutsche Fassung in der Reihe die story spricht sein Synchronsprecher Tobias Meister.

Redaktion: Edeltraud Remmel, Dt. Bearbeitung: Ingrid Terhorst

Der Iran baute an der Bombe, aber Beweise haben wir nicht

Wie Stern.de und viele andere Propaganda-Medien der Kriegstreiber-Staaten berichten, baute der Iran angeblich wahlweise bis 2003 (NZZ) oder bis 2010 (Stern) an -wahlweise- Atomwaffen oder „der Bombe“. Man beruft sich auf einen IAEA-Bericht. – Tatsächlich kann ich auf den verschiedenen Hauptseiten der IAEA-Webseite das Wort Iran aber gar nicht finden.

Weiterhin sollen die Erkenntnisse der IAEA auf „vertrauenswürdigen Informationen“ beruhen. – Welche das wohl sein mögen? Tatsächlich werden die Quellen nicht genannt. Wie kommt das denn?

Die waffen-relevanten Arbeiten seien Teil eines ’strukturierten Programms‘ bis 2003 gewesen. Möglicherweise würden einige dieser Aktivitäten weitergeführt. – Man spekuliert also nur.

Welt Online schreibt:

Den endgültigen Beweis dafür, dass die Regierung in Teheran trotz gegenteiliger Bekundungen seit Jahren den Bau von Atomwaffen vorzubereiten, bleibt auch der jüngste Bericht schuldig. Damit war auch kaum zu rechnen – macht der Iran den Inspektoren der IAEA die Arbeit im Land doch seit langem fast unmöglich. Doch so selbstsicher wie in diesem Bericht hatte sich die Behörde in Wien wohl noch nie gegeben.

Tja. Nun ist es doch aber leider trotzdem immer noch so: Wer behauptet, muss beweisen. Ganz einfach; egal wie schwierig das sein mag.

NZZ Online zitiert den Aussenminister des Iran:

„Es gibt keine zuverlässigen Beweise, dass der Iran einen atomaren Sprengkopf entwickeln wird“, entgegnete der iranische Aussenminister Ali Akbar Salehi bei einem Besuch in Armenien. Dem Westen und den USA warf er vor, «ohne ernsthafte Argumente und Beweise Druck auf Iran auszuüben. Zugleich versicherte er erneut, das Atomprogramm diene ausschliesslich friedlichen Zwecken.

Welt online zitiert Ahmadinejad indirekt:

Amano veröffentliche Papiere, die ihm von Amerikanern vorgelegt würden, erklärte Ahmadinedschad mit Bezug auf einen IAEA-Bericht über Nuklearaktivitäten des Iran. Die USA verfügten selbst über 5000 Atomsprengköpfe und würden dem Iran „unverschämterweise“ vorwerfen, eine Atombombe zu bauen, sagte Ahmadinedschad laut einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens.

Wir haben zwar keine Beweise, dass der Iran an der Bombe baute und dies vermutlich heute noch tut, aber wir behaupten es einfach mal. Das kann ja nicht schaden, bei unserem geplanten Angriffskrieg gegen dieses Land, dessen Staatspräsident Ahmadinejad im Gegensatz zu vielen anderen Staatshäuptlingen gewählt wurde.

Der Iran ist einfach ein Schurkenstaat. Da ist es auch völlig irrelevant, dass die U. S. mitten in Europa, nämlich im deutschen Büchel, selbst Atomwaffen lagern. Wen interessiert denn das bitte schon?!