Check Your App – TÜV Rheinland

Die TÜV Rheinland Datenschutzprüfung „Check your App“

App-Nutzer laufen Gefahr durch Datendiebstahl wertvolle und private Daten an Dritte auf der ganzen Welt weiterzugeben, ohne es zu bemerken. Etwa 40 Prozent aller Apps lesen nach unseren Untersuchungen die Daten von mobilen Endgeräten aus, ohne dass der User bewusst zustimmt oder es überhaupt erfährt. Betroffen sind zum Beispiel Standortdaten, Passwörter, Kontaktdaten, Bilder – einfach alles was sich auf dem Endgerät befindet!

Unser Internetportal bietet privaten Nutzern eine kostenfreie Suchfunktion als App-Auswahlhilfe und den App-Anbietern eine Plattform um sich von Datendiebstahl zu distanzieren.

Hintergrundwissen zum Datenschutz und Apps

Laut Wirtschaftswoche sind derzeit rund 2 Millionen Apps auf dem Markt. Dabei hat TÜV Rheinland herausgefunden, dass etwa 40 Prozent dieser Apps die Daten von Smartphones auslesen, ohne dass der User zustimmt oder es überhaupt erfährt. So können zum Beispiel Standortdaten, Passwörter, Telefonlisten oder das Surfverhalten des App-Nutzers unbemerkt gesammelt, ausgewertet und übertragen werden.

Auch Kontakte aus dem digitalen Adressbuch, Textnachrichten, Fotos und Videos sind ungeschützt. Das alles läuft unbemerkt im Hintergrund ab. Problemlos können alle vorhandenen Daten direkt an mögliche Werbeanbieter auf der ganzen Welt gesendet werden, das verhindert auch keine Virensoftware. Somit haben Apps häufig ihren zusätzlichen Preis: nämlich die privaten Daten des Users.

Datenschutzbedenken bei App-Nutzern

Bei Smartphone-Nutzern besteht nachweislich eine erhebliche Unsicherheit und Misstrauen gegenüber Apps und deren Anbietern. Etwa die Hälfte (ca. 49 Prozent) der Smartphone-Nutzer haben Datenschutzbedenken und laden daher nur die für sie „notwendigsten“ Apps auf Ihr Smartphone herunter.

Der Anteil derer, die eher auf die Vorzüge einer App verzichten, ehe sie Datendiebstahl riskieren, wächst nach den aktuellen Datenskandalen ständig an. Besondere Bedenken hat dabei die für Anbieter wichtige Altersgruppe zwischen 18 – 29 Jahren.

Woran können App-Nutzer erkennen, welche Apps es auf zusätzliche, nicht für die Funktion erforderliche Userdaten abgesehen haben und welche nicht?

Risiken von Apps erkennen und minimieren

Unsere neutralen Überprüfungen bei mehr als 500 Apps haben gezeigt, dass etwa 40 Prozent der mobilen Apps als kritisch einzustufen sind und Daten auslesen, ohne dass der Nutzer bewusst zustimmt oder davon erfährt.

Seriöse Anbieter können sich bisher nicht neutral erkennbar von unseriösen Anbietern distanzieren und dies als Wettbewerbsvorteil nutzen. App-Anbieter kennen derzeit kaum ihr eigenes Risiko, denn Sie wissen selbst oft nicht, welche Daten ihre App an welche Server übermittelt.

Bisherige Prüfverfahren für Apps waren sehr aufwendig und teuer. TÜV Rheinland hat mit der App-Sicherheitsprüfung „Check your App“ nun einen effizienten Prüfprozess geschaffen, der User und Anbieter gleichermaßen hilft, Unsicherheiten zu minimieren.

TÜV Rheinland Prüfzeichen steht für höchstes Vertrauen in Apps

Bei 86 Prozent der App-Nutzer werden Datenschutzbedenken positiv ausgeräumt, wenn eine App vom TÜV Rheinland mit anerkanntem Prüfzeichen positiv geprüft wurde. Als das neutrale und weltweit anerkannte Prüfinstitut haben wir bei diesem Standard und dessen Umsetzung folgende Ziele verfolgt:

  • Reduzierung der Unsicherheit von App-Nutzern
  • Erhöhung der Transparenz für den App-Nutzer
  • Schutz vor Missbrauchsmöglichkeiten
  • Qualitätssteigerung bei der Erstellung von Apps

Wichtige Unterlagen

Geschäfts- und Zertifizierungsbedingungen

www.checkyourapp.de

 

WordPress löscht Aufklärung über Carina Tolle aka FAREDS

In dem Artikel Seltsame Abmahnungen der FAREDS Rechtsanwaltsgesellschaft mbH berichtete ich im April 2012 über die seltsamen Machenschaften der FAREDS Rechtsanwaltgesellschaft. Die Kommentare lassen erkennen, dass der Artikel viele Leser fand. Auch in den letzten Wochen meldeten sich bei mir noch Leser, denen es ähnlich ging.

Das schmeckte der Frau Carina Tolle jetzt gar nicht mehr. Sie jammerte bei WordPress, dass Ihr eingescannter Brief in dem Artikel veröffentlicht wurde. WordPress hat die Bilddateien auch direkt gelöscht. Da sieht man mal, was die FAREDS und WordPress von Aufklärungsarbeit über krumme Machenschaften halten, offenbar sehr wenig.

Die beneannte, angebliche Rechtsanwältin (Punkt 6 meiner Liste im Artikel) hat bis heute nicht nachgewiesen, dass sie auch wirklich Rechtsanwältin ist. Ebenso sind alle anderen Punkte (1-5) aus meinem Artikel immer noch offen und ungeklärt. Überhaupt hat sich die FAREDS gar nicht mehr bei mir gemeldet. So sehen Loser aus, die sen Schwanz einziehen, wenn jemand merkt, dass deren Vorgehensweise wohl nicht ganz in Ordnung sein kann. Vielleicht müsste die FAREDS dann zugeben, dass sie zur zweifelhaften Ermittlung selbst Tauschbörsen genutzt hat, und dann hat sie auch noch einen Zahlendreher bei der IP-Adresse gemacht und jemand Falschen angeschuldigt?! Und Frau Tolle müsste zugeben, dass sie gar keine Rechtsanwältin ist, sondern dass sie zusammen mit ihrer 16-Jährigen Schwester einen Scherz gemacht hat? Das gibt aber Jugendknast.

Hier der DCMA-Takedown Text der mich über WordPress erreicht hat:

[DMCA #1674222]: DMCA Takedown Notice

Hi there,

We have received the following DMCA Takedown Notice (http://chillingeffects.org/dmca512/faq.cgi#QID130) for material published on your WordPress.com site:

— BEGIN NOTICE —
Email Address: Tolle@fareds.com
Location of copyrighted work (where your original material is located): https://localchange.wordpress.com/2012/04/23/seltsame-abmahnungen-der-fareds-rechtsanwaltsgesellschaft-mbh/#comments
First Name: Carina
Last Name: Tolle
Company Name: Fareds Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Address Line 1: Jungfernstieg 40
Address Line 2:
City: Hamburg
State/Region/Province: Hamburg
Zip/Postal Code: 20354
Country: Deutschland
Telephone Number:
Copyright holder you represent (if other than yourself):
Please describe the copyrighted work so that it may be easily identified:

The Blogger is using my letter which I wrote him because of an infringement case without asking me if I allow this. This is an infringement because this is my letter and I can decide who can read this letter or not. Besides he is saying some untrue things about my letter. So it is a violation of the right of personality because I am a german lawyer. He is saying that I am not. So this contribution about me and my law firm must be removed which is shown on the link below. Especialy he has to delete the tag with my name Carina Tolle

Carina Tolle, LL.M.
Rechtsanwältin

Location (URL) of the unauthorized material on a WordPress.com site (NOT simply the primary URL of the site – example.wordpress.com; you must provide the full and exact permalink of the post, page, or image where the content appears, one per line):
https://localchange.wordpress.com/2012/04/23/seltsame-abmahnungen-der-fareds-rechtsanwaltsgesellschaft-mbh/#comments

If the infringement described above is represented by a third-party link to a downloadable file (e.g. http://rapidshare.com/files/…), please provide the URL of the file (one per line):
I have a good faith belief that use of the copyrighted materials described above as allegedly infringing is not authorized by the copyright owner, its agent, or the law.: Yes
I swear, under penalty of perjury, that the information in the notification is accurate and that I am the copyright owner or am authorized to act on behalf of the owner of an exclusive right that is allegedly infringed.: Yes
I understand that a copy of this infringement notice, including any contact information I provided above (address, telephone number, and email address), will be forwarded to the user who uploaded the content at issue.: Yes
Signed on this date of (today’s date, MM/DD/YYYY): 22.10.2013
Signature (your digital signature is legally binding): Carina Tolle
— END NOTICE —

As per the DMCA’s requirements, we have disabled public access to the material. Republishing this material without permission of its copyright holder or the submission of a valid DMCA counter-notice – or continuing to publish material that results in DMCA Takedown Notices – will result in a permanent suspension of your WordPress.com site and account. Publishing such material is a direct violation of the WordPress.com Terms of Service (http://wordpress.com/tos/), which you agreed to upon registration.

Repeated receipt of DMCA takedown notices for your WordPress.com site will also lead to its suspension. If you believe that this notice was received in error, it is important that you formally challenge this notice to ensure that your WordPress.com site remains operational.

If you wish to formally challenge this notice, we will provide you will all of the appropriate details.

Thank you.
Cat | Community Guardian | WordPress.com

Ist POSTEO wirklich so GUT, wie es draufsteht?

Was einen skeptisch macht, muss nicht gleich schlecht sein. Doch ein E-Mail-Anbieter, der mit vollkommener Anonymität und Sicherheit wirbt, und das auch noch mitten in Deutschland? Da war eine genauere Überprüfung notwendig. Ohne Lange Absätze zu texten nehme ich die Werbeaussagen von POSTEO hier auf und beantworte diese.

Pro: Anmeldung ohne Angabe persönlicher Daten.
Contra: Ob bei der Anmeldung die IP-Adresse und Zeitstempel gespeichert werden, ist unklar.

Pro: Website ohne IP-Speicherung.
Contra: Das kann man so gelten lassen. Ob es aber tatsächlich stimmt, weiß nur Mr. X bei Posteo, der gerne selbst anonym bleibt.^^

Pro: IP-Stripping. Unser Server ersetzt Ihre IP-Adresse beim Senden über den Webmailer durch unsere IP.
Contra: Das kann man so gelten lassen und ist ja auch prüfbar.

Pro: Verschlüsselter SSL-Zugriff auf das Webmail.
Contra: SSL gilt spätestens seit 2013 als unsicher. In den meisten Fällen wird heute für SSL immer noch AES eingesetzt statt RC4. Manche Browser unterstützen auch nur TLS 1.0, so dass das Problem zusätzlich von der Software des Endbenutzers abhängt.

Pro: SSL-verschlüsselter Zugriff via SSL/TLS bei IMAP, POP3, Webmailer, CardDAV und CalDAV.
Contra: SSL gilt als unsicher, s. o.

Pro: Verschlüsseltes Adressbuch und Kalender
Contra: Es ist unklar, wie der Schlüssel gespeichert wird, da die Ent- und Verschlüsselung automatisch erfolgt. Der Schlüssel muss offenbar nicht vom Benutzer selbst eingegeben werden, ist also bei POSTEO gespeichert.

Pro: Verschlüsselte Server-Festplatten.
Contra: Jede Festplatte ist im laufenden Betrieb entschlüsselt; die Verschlüsselung bringt nur etwas, wenn der Server aus ist, also geschätzte 5 Minuten pro Jahr.

Pro: Verschlüsselter Mailverkehr zwischen den Servern.
Contra: Nur verschlüsselte End-to-End Kommunikation ist sinnvoll; spätestens am Mailserver wird ja wieder entschlüsselt, um die Nachricht dann mit dem Schlüssel des nachfolgenden Servers wieder zu verschlüsseln.

Pro: Feature XYZ des Webmailers.
Contra: Es wird eine alte Version von Roundcube verwendet. Die gleichen und bessere Features bietet die aktuelle Version von Roundcube, die auch bei diversen Webhostern eingesetzt wird.

Pro: Kein Datenhandel und keine Datenweitergabe (ausser auf richterlichen Beschluss)
Contra: „Ausser auf richterlichen Beschluss“ sagt schon alles. In Stuttgart gibt es Richter wie Stempelautomaten.

Fazit: Posteo bietet Schein-Sicherheit zur Miete. Auf meine umfassenden kritischen Fragen wurde kaum eingegangen, und wenn doch, dann am Thema vorbei. Lavabit.com war einer der wenigen E-Mail-Dienste mit echter Sicherheit innerhalb von Lavabit, doch der musste leider dem Druck von Drei-Buchstaben-Organisationen weichen.

Die Wahrheit über Abercrombie & Fitch

Teuer, trendy, cool. So vermarktet die US-Kette Abercrombie & Fitch ihre Mode. Doch was steckt hinter diesem Kult? Lifestyle auf Kosten von Mensch und Umwelt! Die Kontrovers-Story mit einem Blick hinter die Hochglanz. Sehr interessant in dem Bericht: Die Verbraucher werden über die Lage informiert, kümmern sich aber trotzdem nicht.

#FitchTheHomeless Kampagne

  • Protest gegen Abercrombies Modediktat. Die Modekette Abercrombie and Fitch steht dazu, arme und dicke Menschen auszuschließen. Das Unternehmen will Marke sein für die Coolen, Attraktiven und Beliebten. Dagegen regt sich Protest: Die Klamotten werden an Obdachlose verschenkt. [Weiterlesen]
  • Protest gegen Abercrombie & Fitch – „Schließen wir Leute aus? Absolut!“ Stuttgart – Gedämmtes Licht, laute Musik, Türsteher, Warteschlange beim Einlass: wer das erste Mal ein Geschäft des US-amerikanischen Bekleidungsherstellers Abercrombie & Fitch betritt, könnte meinen, er in einem Club gelandet. In den Läden, deren Räume ein eigens für das Unternehmen produzierter Duft erfüllt, werden die Kunden von jungen Männern mit Waschbrettbäuchen und Frauen mit Modelmaßen begrüßt und bedient. [Weiterlesen]
  • Schlankheits-Fanatiker beschwören Shitstorm herauf. Die Mode-Kette Abercrombie & Fitch hat keine Übergrößen für Mädchen, weil sie nur von erfolgreichen und schönen Menschen getragen werden will. Die Netzgemeinde holt zum Gegenschlag aus. [Weiterlesen]
  • Protest-Aktion Chef der Modemarke Abercrombie & Fitch möchte nur gut aussehende Kunden. Der Vorstandschef der Modekette Abercrombie & Fitch sagte in einem Interview, die Kleidung seiner Firma sei nur „für die coolen Leute, die gut aussehend und dünn sind“. Jetzt verteilen Aktivisten die Markenklamotten an Obdachlose. [Weiterlesen]

Wichtig: „Abercrombie & Fitch“ hat nichts mit dem von Peek & Cloppenburg bereits 1980 gegründeten Label „Abercrombi & Fitch“ (ohne e) zu tun. Peek & Cloppenburg gab seine Kollektion auf Druck der Amerikaner allerdings wieder auf.

29C3 – Meine Kleidung funkt

Tracking von Menschen durch in Kleidung integrierte RFID-Chips

Mit RFID-Lesegeräten Menschen tracken – keine Zukunftsvision.

Was wir vor 9 Jahren als Schreckgespenst an die Wand malten, ist Wirklichkeit geworden: RFID-Tags, eingenäht in Kleidung. Auf 8 Meter Entfernung lassen sich die Tags nach Herstellerangaben auslesen. Und wer damit herumläuft, ist von jedem Lesegerät wiedererkennbar. Wir bringen ein Gerät mit, führen auf der Bühne spielerisch die Funktion vor und erklären, was die Textilindustrie so fasziniert an dieser Technik. Und wir erklären, warum wir gar nicht davon angetan sind, dass Menschen fürderhin nicht mehr nur gläsern sind, sondern ganz und gar nackig vor den Augen von Bekleidungsindustrie und -handel.

Redner: padeluun, Rena Tangens
EventID: 5282
Event: 29. Chaos Communication Congress [29c3] des Chaos Computer Club [CCC]
Ort: Congress Centrum Hamburg (CCH); Am Dammtor; Marseiller Straße; 20355 Hamburg; Deutschland
Sprache: deutsch
Beginn: 28.12.2012 21:45:00 +01:00
Lizenz: CC-by

Attached files
RFID in Textilien (application/pdf – 3.1 MB)

Links
Stopp-RFID-Seiten

Quelle: CCC Events. Weitere Artikel zum Thema 29C3. Weitere Artikel zum Thema CCC.

29C3 – Meldegesetz – Was aus dem 57-Sekunden-Gesetz wurde

 

Das Meldegesetz und der erfolgreiche Protest dagegen.

Als wir im Juli erfuhren, dass das Gesetz in 2. und 3. Lesung glatt den Bundestag passiert hatte und jetzt nur noch die Zustimmung des Bundesrates brauchte, hatten wir die Sache schon verloren gegeben. Doch als die Details bekannt wurden (Widerspruch ist zwecklos!), die Last-Minute-Änderungen im Innenausschuss und das Video von der 57-sekündigen Abstimmung im Bundestag die Runde machte, da war die Empörung der Öffentlichkeit groß und plötzlich wollte es keine Partei mehr so gewollt haben. Bei einer gemeinsamen Aktion von FoeBuD, campact, Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Deutschen Vereinigung für Datenschutz dokumentierten fast 200.000 Menschen ihre Ablehnung des geplanten Meldegesetzes. Der Bundesrat lehnte dann tatsächlich das Gesetz einstimmig ab.

Wir möchten Hintergründe und Lobbyinteressen beleuchten, die Forderungen der Zivilgesellschaft erläutern und berichten, wie die Sache weiter- oder ausgegangen ist.

Redner: Katharina Nocun, Rena Tangens
EventID: 5289
Event: 29. Chaos Communication Congress [29c3] des Chaos Computer Club [CCC]
Ort: Congress Centrum Hamburg (CCH); Am Dammtor; Marseiller Straße; 20355 Hamburg; Deutschland
Sprache: deutsch
Beginn: 28.12.2012 11:30:00 +01:00
Lizenz: CC-by-nc-sa

Ergänzung zur Fragerunde nach dem Vortrag: Man kann zwar bei Nachweis über Gefahr für Leib und Leben einen Opt-Out machen, damit keine Daten mehr an Werbeindustrie und Parteien weitergegeben werden. Man kann sich aber auch ganz abmelden.

Quelle: CCC Events. Weitere Artikel zum Thema 29C3. Weitere Artikel zum Thema CCC.

Die Methoden der Pressevertriebszentrale in Stockelsdorf II

Noch immer behelligt mich die Firma Allgemeiner Debitoren- und Inkassodienst mit ihren Forderungen gegen mich. Diese wurde von der Pressevertriebszentrale GmbH & Co. KG (PVZ) beauftragt, angeblich offene Forderungen einzutreiben. Die PVZ widerum lässt sich von verschiedensten anderen Firmen mit der Abonnentenbetreuung und der Durchführung der Abos beauftragen, in meinem Fall von der MVS Medien Service Ltd. – Das Problem dabei ist, dass die MVS den fristgerechten Widerruf des Vertrages nicht an die PVZ weitergegeben hat, den Vertrag aber schon. Zwischenzeitlich warf ein von der PVZ beauftragter Rechtsanwalt – Wolf D. Hanewinkel – das Handtuch, als er merkte, dass im „System PVZ“ etwas nicht stimmen kann, weil ich ihm mitteilte, dass ich mit der PVZ keinen Vertrag habe und den Vertrag mit der MVS widerrufen hatte. Mittlerweile kümmert sich um die Eintreibung rechtswidriger Forderungen der Allgemeiner Debitoren- und Inkassodienst. Ich frage mich, ob Inkassodienste denn nciht – schon aus eigenem Interesse, effizient zu arbeiten – die Rechtmäßigkeit der Forderungen nicht vorab prpfen (müssen). Dies ist mein heutiges Schreiben an den Inkassodienst, möge es den Lesern dieses Blogs helfen.

Allgemeiner Debitoren- und Inkassodienst
UNBEKANNTER SCHRIFTFÜHRER
Eduard-Pestel-Straße 7
49080 Osnabrück

Ihr Brief vom xx.xx.2012 – Angeblich offene Forderung

Sehr geehrte/r unbekannte/r Schriftführer/in,

seit Monaten behelligen Sie mich mit Ihren Forderungen. Ihr System setzt dabei offensichtlich auf Repressionsdruck und Ankündigung steigender Kosten, und nun auch aus der Ankündigung zur Übergabe an ein Gericht.

Dabei ist Ihr Brief nicht unterschrieben und damit nur eine Kopie, ein Computerausdruck, könnte damit ein Trickbetrug sein und ist seinerseits rechtlich völlig unwirksam.

Die Rechtslage

  1. Einen Vertrag habe ich am xx.xx.xxxx der MVS Medien Service Ltd., Rheinhessenstr. 9a, 55129 Mainz, gegenüber unterschrieben.
  2. Einen Vertrag mit der PVZ gab es nie und gibt es auch heute nicht. Einen Nachweis hierüber haben Sie mir trotz zahlreicher Aufforderung nicht zukommen lassen.
  3. Die MVS Medien Service Ltd. hat von mir innerhalb der gesetzlichen Frist einen Widerruf erhalten. Zugegangen ist dieser laut Rückschein am xx.xx.20xx.*
  4. Die Forderung der Pressevertriebszentrale (PVZ) an mich ist vermutlich rechtswidrig, da kein Vertrag besteht.
  5. Herr Rechtsanwalt Wolf D. Hanewinkel bat mich in seinem Schreiben, die Sache als erledigt anzusehen, sofern ich von ihm keine weitere Nachricht erhalten würde, da dieser Rücksprache mit seiner Auftraggeberin halten wolle. Eine weitere Nachricht erhielt ich aber bis heute nicht, womit die Angelegenheit für ihn nichtig ist. Offenbar wollte auch er sich nicht in Fässer ohne Boden einlassen.
  6. Die Forderung des Allgemeiner Debitoren- und Inkassodienst ist rechtswidrig, da ich weder mit dem Allgemeiner Debitoren- und Inkassodienst noch mit ihrer Auftraggeberin (PVZ) einen Vertrag habe.
  7. Dass die MVS Widerrufe ihrer Kunden an die beauftragte PVZ nicht weitergibt, ist nicht mein Problem und kann auch gar nicht zu meinem Problem gemacht werden, weil ich nie einen Vertrag mit der PVZ hatte, und auch im Voraus nicht wissen konnte, dass die PVZ von der MVS mit der Durchführung und Auslieferung von Abonnements beauftragt ist. Dies war auf dem Auftragsblatt nicht ersichtlich.

Rückschein des Widerrufs

* Als Beleg dafür, dass ich den Vertrag mit der MVS widerrufen habe, erhalten Sie beiliegend eine Kopie des Rückscheines von der MVS. Diesen übersende ich Ihnen ausschließlich aufgrund der Androhung weiterer Repressalien und nicht weil ich dazu verpflichtet wäre.

Kostenregelung

Der weitere Schriftverkehr mit Ihnen wird ab dem 22.11.2012 mit 500,00 EUR pro erhaltenem Brief (Ablage Ihres Altpapiers in meinem Briefkasten oder Postfach) und 500,00 EUR pro versandtem Schreiben berechnet. Dieser Regelung stimmen Sie automatisch zu, wenn Sie mir weitere Rechnungen, Mahnungen, und sonstigen Unsinn zuschicken.

Überweisung

Um weitere Maßnahmen Ihrerseits zu vermeiden und Schaden von mir abzuwenden, habe ich Ihnen heute unter dem Aktenzeichen xxxxxxx einen Betrag von 0,01 EUR überwiesen. Diese Überweisung habe ich unter Vorbehalt getätigt; erkennbar ist dies durch den Zusatz im Verwendungszweck „Unter Vorbehalt“. Der Vorbehalt besteht darin, dass Sie mir unverzüglich innerhalb von 10 Wochentagen, also bis zum xx.xx.xxxx xx:xx Uhr, belegen, dass zwischen der Pressevertriebszentrale und mir (nicht zwischen der MVS und mir) derzeit ein rechtsgültiger Vertrag besteht. Für einen solchen fristgerechten Nachweis gelten die o. g. Kostenregelungen natürlich nicht.

Sollte ich den Nachweis nicht erhalten, haben Sie mir den Betrag von 0,01 EUR auf mein Konto unverzüglich zurück zu überweisen. Kontonummer xx xx xx xx, BLZ xxx xxx xx, xxxxxxxxxx, Kontoinhaber Xxxxxxxxx Xxxxxxxxx.

Ich möchte zu gerne wissen, was die Übergabe an ein Gericht bringen soll. Wir können das ja gerne ausprobieren, wenn Sie sonst nichts zu tun haben. Ich möchte Ihnen nur vorschlagen, dass Sie ehrlichen Handelsverträgen nachgehen, anstatt sich Zwangskunden zu suchen. Einer weiteren gerichtlichen Auseinandersetzung sehe ich gelassen entgegen.

Mit Grüßen,

Xxxxxxx Xxxxxxxxx

1 Anlage

Ähnliche Artikel:

Pressevertriebszentrale Stockelsdorf: Alles Einzelfälle (17.04.2012)
Zeitschriften Abo-Nepper für die Pressevertriebszentrale in Stockelsdorf (01.04.2012)
Die Methoden der MVS Medien Service Ltd. und der PVZ Pressevertriebszentrale GmbH & Co. KG (28.03.2012)

Neue Datenverbrechen – 1&1 Internet AG missbraucht Kundendaten

Gestern regten sich einige noch darüber auf, dass der Blubb blubb blubb Mobilfunkanbieter O2 in Großbritannien und bald auch in Deutschland Bewegungsdaten seiner Kunden ohne Einwilligung derselben dazu missbraucht, Bewegungsprofile für die Werbeindustrie zu erstellen, da flattert bei mir die inzwischen zweite E-Mail rein, die mich energisch dazu auffordert, an einer Studie teilzunehmen. Unterschrieben ist die Elektropost mit zwei Firmennamen: 1&1 Internet AG und Lehrstuhl für ABWL und Dienstleistungsmanagement, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Hier verkauft offenbar der Telekommunikations-Reseller 1&1 die Kundendaten an eine Universität. An der 1&1 Hotline („Heißen Linie“) wusste man davon nichts. Auch auf meine Nachfrage bei 1&1 per E-Mail erhielt ich keine Rückmeldung.

Einige deutliche Hinweise, dass es sich bei der Mail nicht um Spam handelt: 1. Man weiß, dass ich 1&1 Kunde bin. Das erzähle ich sonst nicht in aller Welt herum. 2. Der Absender ist research-dlm@ku.de, also eine Adresse der besagten Universität. 3. Der in der Mail angegebene Link führt zu dem Dienst Uniark.de, das ist eine „Online Befragungssoftware für Studenten und Hochschulen“. Also ein weiterer Hinweis, dass der Absender wirklich die Universität ist.

Ich würde gerne mal wissen, wie sich 1&1 das so vorstellt… Kundenadressen an eine Uni verkaufen geht ja noch, ist man schon fast gewohnt. Dann aber dann keine Auskunft zu geben, sich hinter der eigenen Anonymität zu verstecken, das ist der eigentliche Skandal. Niemand da dem man mal eben die Hand abhacken könnte. Niemand da, den man heute Nacht auf dem Marktplatz an den Galgen stellen kann.

Ihr labert von NWO? Wir haben schon längst die NWO.

Hier ist die Mail:

Sehr geehrter 1&1 Kunde,

der Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und 1&1 führen gemeinsam eine wissenschaftliche Studie zur Nutzung unterschiedlicher Kommunikationskanäle im Rahmen der Kundenkommunikation durch. In diesem Zusammenhang möchten wir Sie gerne zu einer Befragung einladen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich 10 Minuten Zeit nehmen und folgenden Fragebogen ausfüllen:

http://ww3.unipark.de/uc/research-dlm/de_acc/?code=5eada308a862a99d
(Um die Befragung zu starten, klicken Sie bitte einfach auf den Link)

Sie erhalten aufgrund Ihrer Angaben in diesem Fragebogen keinerlei zusätzliche Informations- und Werbenachrichten, Newsletter, Telefonanrufe oder Ähnliches. Ihre Angaben werden ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken genutzt und nicht an Dritte weitergegeben.

Wir möchten uns im Voraus für Ihre Teilnahme bedanken!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr 1&1 Team
1&1 Internet AG
Elgendorfer Straße 57
56410 Montabaur

Ihr Lehrstuhl für ABWL und Dienstleistungsmanagement
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Auf der Schanz 49
85049 Ingolstadt

Hinweis: Diese Nachricht wurde automatisch an Sie versendet. Bitte antworten Sie hierauf nicht. Falls Sie Fragen zu 1&1 Produkten haben, folgen Sie bitte dem Link und loggen Sie sich mit Ihren Kundendaten ein: http://www.1und1.de/kontakt

Eine Bitte an die Leser dieses Blogs

Bitte schicken Sie gaaaaaanz viele Telefaxe an die kostenlose Fax-Nummer 0800 – 3552222. Ich selbst schicke jetzt mind. ein Mal am Tag ein Telefax dorthin. Der Grund ist dieser: Heute erhielt ich von der Gewerbeauskunft Zentrale einen Brief mit der Aufforderung zur Ergänzung von Daten und Rücksendung. Ahnungslose Lemminge schlie0en damit einen Vertrag über 569 EUR jährlich ab, um in einem Branchenverzeichnis, das dazu auch noch extrem schlecht und unübersichtlich ist, aufgelistet zu werden.

Ich mache dieser Firma GWE-Wirtschaftsinformations GmbH keinen Vorwurf! Sie nutzen nur die Dummheit der Masse aus. Und mit diesem Aufruf nutze ich nur die Möglichkeiten: Ganz viele Kostenlose Telefaxe schicken – täglich! Hier gibt es das Rücksendeformular in besserer Qualität als PDF-Datei.