Aktion Zivilcourage – Unnötige Videoüberwachung abschaffen

Heute gefunden:

Sehr geehrter Busfahrer,

ich danke Ihnen für Ihre tolle Arbeit, jeden Tag Menschen sicher zu bewegen.
Dennoch habe ich eine Bitte an Sie:

Stellen Sie unverzüglich die Kameras in diesem Bus aus. Dies ist eine Forderung eines zahlenden Kunden.

Die Scheinargumente sind widerlegt:

1. Vandalismusschäden
Solange ich mitfahre, werde ich darauf achten, dass keine Vandalismusschäden entstehen. Sollte dies doch einmal vorkommen, werde ich schlichten und/oder ggf. die BRD-Polizei benachrichtigen, sofern dies angemessen erscheint.

2. Belästigungen
Solange ich mitfahre, werde ich darauf achten, dass es keine Belästigungen der Mitfahrer untereinander gibt. Sollte dies doch einmal vorkommen, werde ich Sie sofort informieren, schlichten und/oder ggf. die BRD-Polizei benachrichtigen, sofern dies angemessen erscheint.

3. Alle machen es
Was „alle“ machen, muss ja nicht immer das Richtige sein.

4. Kameras können nicht abgestellt werden
Die Behauptung, die Kameras könnten nicht abgestellt werden, ist eine Lüge. Jedes technische Gerät kann abgestellt werden; im Zweifelsfall kann die Stromzufuhr unterbrochen werden.

5. Privatrecht
Videoüberwachung kann zum Eingriff in die Privatsphäre werden – Auch im öffentlichen Raum! Im Übrigen haben auch Transportunternehmen einen öffentlichen Auftrag, der nicht aus Überwachung, sondern aus dem Personentransport besteht.

6. Aber wir müssen die böden Terroristen fangen
Dann fangen Sie mal im Bundestag, im Bundessicherheitsrat, bei der NATO, dem BKA, der NSA, im Weißen Haus, usw. an. Zeit wäre es mal.

7. Aber es ist legal
Wissen Sie wie man heute über geheimdienstliche Überwachung diskutiert? In wenigen Jahren könnte es dasselbe mit ihrer schwachsinnigen Videoüberwachung sein, die im Übrigen auch eine Veruntreuung von Steuer- oder zumindest Fahrpreisgeldern darstellt. Und wenn es soweit ist, wollen Sie doch nicht mit Ihrer Firma auf einer schwarzen Liste stehen, oder?

8. Es hilft Verbrechen zu verhindern oder aufzuklären
Leider weder noch. Eine Kamera hilft weder präventiv, da sich Gewalttäter, Terroristen usw. keinen Kopf darum machen ob eine Kamera da ist, und bei Vandalismus ein Besoffener sowieso nicht nach dem Verstand handelt. Bei der Aufklärung bleiben die Unternehmen einen ordentlichen Nachweis schuldig; siehe aktuelle Presse. Unabhängige Organisationen sprechen sogar von gar keiner Aufklärung durch Kameras.

9. Sie haben einen gesetzlichen Auftrag
Sie haben gar nichts, außer die Menschenrechte und das Grundgesetz einzuhalten, Und das können Sie mit Kameraüberwachung gar nicht, wenn diese unverhältnismäßig ist. Vom Volk haben Sie schlicht überhaupt keinen Auftrag. Dieses will, dass Steuergelder und Fahrpreise sinnvoll ausgegeben werden. Schaffen Sie also die Kameras ab und geben Sie Ihrem Personal eine Gehaltserhöhung und längere Mittagspausen.

Damit entfällt für Sie jeder Grund der Videoüberwachung. Stellen Sie die Geräte unverzüglich ab!

Sollten Sie sich weigern, geben Sie diese Mitteilung an eine nächst höhere Stelle weiter. Außerdem erstatten Sie mir unverzüglich den Anteil meiner Fahrkarte, der für die Überwachungstechnik ausgegeben wurde. Diesen finanziere ich nicht über den Fahrpreis mit. Sofern Sie den Kostenanteil nicht beziffern können, beanspruche ich 5 Prozent des Fahrpreises.

Name Busfahrer ______________________________
Busunternehmen ______________________________
Buslinie __________
Einstieghaltestelle ______________________________
Ausstieghaltestelle ______________________________

Ähnliche Artikel:
Videoüberwachung im ÖPNV – Esslinger Busunternehmen Fischle stellt Kameratechnik …
– Videoüberwachung in Hannover ist gesetzwidrig. Wirklich?
Mehr Videoüberwachung in Zügen (Süddeutsche.de)
Bayerns Innenminister fordert flächendeckende Videoüberwachung im ÖPNV (Heise online)
Auskunftsrecht (Datenspeicherung.de)
Piraten schlagen Alternativen zur Videoüberwachung im ÖPNV vor

Advertisements

3 Gedanken zu “Aktion Zivilcourage – Unnötige Videoüberwachung abschaffen

  1. Lieber Klardenker, aus Erfahrung weis ich, daß Kameraüberwachung sehr nützlich ist. Auf meine Empfehlung baute die Liegenschaftsverwaltung in der ich wohne eine Kameraanlage ein. Der erste, der bei einer straftat erwischt wurde, war die polizei, die nicht wissend, daß da eine KAmera war, einen Behinderten attackierte. Siehe http://www.dirtycop.de/pressemeldungen Affaire Rollstuhlschubser. MfG Arne Fellner Privatdetektiv

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s