Heilung der Liebe – Warum wir das Thema der Geschlechterliebe ins Zentrum unseres Projekts stellen mussten. (tamera)

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Ich bin der Gründer eines Gemeinschaftsprojekts, das heute Tamera heißt. Tamera ist ein Friedensforschungszentrum im südlichen Portugal. Das Projekt ist in der Welt bekannt geworden durch die Konzepte für ökologische und soziale Erneuerungen und durch die globale Schule (“Global Campus”), mit der die Gedanken für eine neue Erde in der Welt verbreitet werden. Im Zentrum unserer Forschungsarbeit standen von Anfang an die Themen von Sexualität, Liebe und Partnerschaft. Eine humane Kultur entsteht aus einem humanen Verhältnis der Geschlechter. Für diese Arbeit haben wir unter Leitung von Sabine Lichtenfels die “globale Liebesschule” gegründet. Im Folgenden will ich erklären, warum wir das Thema von Sexualität und Liebe in das Zentrum unserer Arbeit stellen mußten.

In den Nachrichten kam wieder eine von diesen schrecklichen Geschichten im deutschen Alltagsleben: Ein freundlicher Mann, der bisher unauffällig gelebt hat, hat während der Abwesenheit seiner Frau seine drei kleinen Kinder und anschließend sich selbst umgebracht.

Ein Einzelfall? Und die vielen anderen Fälle? Das tägliche Drama mißglückter Liebesbeziehungen und Ehen, die Verzweiflung der Partner, das Leiden der Kinder, die steigende Wut und die folgende Explosion: Rache, Gewalt, Krieg. Das Thema der gescheiterten Liebe, der Trennungsangst, der Eifersucht und der Verzweiflung ist nicht nur ein privates Thema, sondern ein menschheitliches. Das Drama der Menschheit ist zum großen Teil das Drama der unerfüllten Liebe. Wieviele Morde gehen auf das Konto enttäuschter Liebe? Wieviele Frauen werden erschlagen, weil Männer sich von ihnen nicht akzeptiert fühlen? Wieviel Kinderleid, wieviel trostlose Verlasseneit wird täglich neu erzeugt in einer Gesellschaft, die ihr Liebesthema und ihr sexuelles Thema nicht gelöst hat? Wenn wir einmal die Augen geöffnet haben für den Schmerz der Welt, finden wir keinen leichten Trost – und doch gibt es eine globale Heilung.

Im seelischen Zentrum der menschlichen Welt steht das Verhältnis der beiden Geschlechter Mann und Frau, denn Mann und Frau sind die beiden Hälften des Menschen, sie sind seelisch und leiblich aufeinander angewiesen. Mann und Frau zeugen zusammen die Kinder. Dieser Zeugungsakt ist mit einer hohen physischen und psychischen Lust verbunden. Was für ein Geschenk aus dem Universum, daß die Fortpflanzung der Menschheit mit Lust und Freude verbunden ist! Die beiden Hälften müssen richtig zusammenkommen, damit das menschliche Leben gut funktionieren kann. Wenn sie nicht richtig zusammenkommen, wird es weiterhin die menschlichen Katastrophen geben, Katastrophen wie Krebs, Kinderpornografie, Sadismus, Haß, Gewalt und Krieg. Auch die Tierwelt leidet unter dem Schmerz der Menschen, denn die alltäglichen Massaker, die heute in Schlachthöfen oder Tierlabors an Tieren begangen werden, können nur geschehen, wenn die Menschen ihr Herz verschlossen haben.

Die unfaßliche Gewalt, mit der heute weltweit gegen Menschen und Tiere vorgegangen wird, ist die Aktion verschlossener Herzen. Sie ist auch die Aktion von Banken, Logen und Konzernen, aber deren Pläne können nur durchgeführt werden von einer Gesellschaft, die an kollektivem Herzverschluß leidet. Solange die beiden Hälften des Menschen nicht richtig zusammengekommen sind, besteht in der Seele ein inneres Unglück, das nicht durch Reichtum und Komfort gestillt werden kann. Es ist dieses Unglück der unerfüllten Liebe, welches gegen alle moralischen oder religiösen Appelle immer wieder das “Böse” produziert. Es sind unvorstellbare Dinge, die sich heute hinter den Kulissen der bürgerlichen Welt abspielen. Eheliche Vergewaltigungen, familiäre Tragödien, Eifersuchtsmorde und Kindesmißhandlungen sind an der Tagesordnung. Wie muß es in der Seele erwachsener Menschen aussehen, wenn sie ihre sexuellen Triebe durch Sex mit Kindern befriedigen müssen! Hier hilft keine moralische Empörung, hier hilft allein der Aufbau einer neuen Sexualkultur, die den Menschen die Freude zurückgibt, die sie in der liebesfeindlichen Welt verloren haben.

Im Verhältnis der beiden Geschlechter liegt das Mysterium der Liebe und der Sexualität. Die tiefste menschliche Sehnsucht ist die Sehnsucht nach dieser Liebe, nach der seelischen Liebe wie nach der sinnlichen, leiblichen. Was ist das für eine Glückseligkeit, mit der sich Mann und Frau beim ersten Mal umarmen – und was ist nach zehn Jahren davon übriggeblieben? Erfüllte Sexualität ist – wie erfüllte Religion – ein Fundament des menschlichen Glücks. Die Geschlechter haben sich jahrhundertelang gesucht und verfehlt. Und sie werden sich weiterhin suchen und verfehlen, bis eine Lösung gefunden ist. Die Welt liegt im Liebeskummer. Die Heilung dieses Liebeskummers ist eine globale Hauptaufgabe unserer Zeit. Wir stehen vor einer neuen Stufe der Evolution. Wenn der latente Geschlechterkrieg beendet ist, wird es keinen Krieg mehr geben auf der Erde.

Der globale Schmerz in der Liebe ist die Folge einer mehrtausendjährigen Kriegsgeschichte. Es ist die Folge einer Kette von unvorstellbaren Grausamkeiten, die im Namen patriarchaler Machtansprüche an Menschen, vor allem an Frauen begangen wurden. Wir alle tragen dieses kollektive Trauma als Erbgedächtnis in unseren Zellen; wir alle folgen den unbewußten Informationen von Angst und Gewalt. Die patriarchale Welt brauchte für den Aufbau ihrer Macht in Kirche und Staat die Unterdrückung der Sexualität und die Unterwerfung der Frau unter die Gebote männlicher Herrschaft. Der Gehorsam der Frau war eine Bedingung der männlichen Potenz. Sex und Macht wurden unlöslich verbunden. Frauen, die nicht gehorchten, wurden bestraft oder beseitigt wie Hypathia von Alexandria. Die männliche Gewalt gegen die Frau nahm in vielen Ländern unvorstellbare Formen an. Im Mittelalter erschien im Jahre 1487 der “Hexenhammer”: ein Buch für die Tötung aller Frauen, die nicht für die Fortpflanzung gebraucht werden. Das Buch ist von zwei Mönchen geschrieben worden und war schon bald nach der Bibel das meistgelesene Buch in Deutschland. Man muß diese Nachricht einige Male hören, um sie glauben zu können. Folgerichtig wurden Frauen, die durch ihre Attraktivität oder ihren Eigenwillen und ihren Mut auffielen, als Hexe verleumdet und lebendig verbrannt. Lebendig verbrannt!

Wenn man das weltweite Leiden auf weiblicher Seite einmal wahrgenommen hat, wundert man sich, daß es überhaupt noch liebesfähige Frauen gibt. Das ist eine tiefe Geschichte, ich möchte mich an dieser Stelle beim weiblichen Geschlecht bedanken. In der weiblichen Hälfte muß ein sehr stabiles und treues Herz wohnen, treu gegenüber der männlichen Hälfte, von der es einige Jahrtausende lang unterdrückt und geschlagen wurde. Was für ein Wahnsinn! Der Mensch hat die angeborene Quelle seiner Freude verstopft und dabei sich selbst zerstört. Generation für Generation, Jahrhundert für Jahrhundert hat er die falsche Propaganda weitergegeben, mit der das Fleisch verteufelt, Kinder gezüchtigt und Hexen verbrannt werden mußten. Was ursprünglich für die Liebe und die Freude da war, wurde geächtet und verfolgt. So begannen die Menschen, das zu hassen, was sie einst geliebt hatten. Noch heute leidet unsere Kultur an dieser Pervertierung der Werte. Nicht die Fleischeslust, sondern ihre Unterdrückung ist die Ursünde des Menschen. Man hat die Fleischeslust als Unzucht bezeichnet und mit grausamen Mitteln ausgetilgt. Seitdem war keine Wahrheit mehr möglich.

Die sexuelle Natur der Frau ist von Gott gegeben als eine Mitgift für ein freudevolles Leben auf der Erde. Die Fleischeslust ist die tiefste Lust, die uns für die Erkenntnis des Lebens gegeben worden ist. Aber welche Frau kann sich frei zu ihrer Natur, ihrer Sehnsucht und ihrem sexuellen Hunger bekennen? Und welcher Mann darf es wagen, von einer “sexuellen Natur” der Frau zu sprechen, ohne gleich als “Sexist” verleumdet zu werden? In jeder Frau lebt ein Teil jener Wildnatur, die durch die Ehe gezähmt werden sollte. Und jedem Mann begegnet in der Frau auch die Lilith, vor deren sexueller Macht er sich fürchtet. Die Wildnatur paßt nicht ins eheliche Gehäuse und auch nicht in die herkömmlichen Vorstellungen von Moral und Würde. Die pralle Ehefrau, die gehorsam an der Seite ihres Gatten lebt, befindet sich in einer heimlichen Dauerlüge der Verstellung. Der Mann spürt das, beobachtet sie und macht ihr tägliche Vorhaltungen. Die Kinder, die unter solchen Bedingungen zu wenig Liebe erhalten, fangen an zu lügen, zu klauen und zu prügeln – eine tragische Kette ohne Ende. Wir brauchen eine andere Ethik und eine andere Sexualkultur, um dem Ansturm sexueller Bilder und Energien gewachsen zu sein. Wenn wir weiterdenken, brauchen wir ein neues Verhältnis zur Wahrheit, zum Leben, zu allen Mitgeschöpfen, wir brauchen eine neue Zivilisation. Die soll durch das Konzept der globalen Heilungsbiotope eingeleitet werden.

Im Zentrum unserer Heilungsarbeit steht eine neue Beziehung der Geschlechter. Sie basiert auf Vertrauen und Solidarität. Damit sich die Geschlechter voreinander offenbaren können, brauchen sie ein Urvertrauen, welches in der patriarchalen Epoche kaum entstehen konnte. Wir brauchen neue Umgangsformen, neue soziale Strukturen und neue Vorstellungen von der Liebe, damit die alte Verzweiflung überwunden werden kann. Wir können die Erde vom Krieg befreien, wenn wir in der Lage sind, den Krieg in der Liebe zu beenden. Wir können die Erde von der Gewalt befreien, wenn wir in der Lage sind, die Gewalt in der Sexualität zu beenden – ohne unsere eigene Wildnatur zu unterdrücken! Die Leidenschaft darf bleiben. Wenn sie mit Vertrauen verbunden ist, führt sie nicht zu Gewalt, sondern zu temperamentvoller Zärtlichkeit. Es ist im Schöpfungsplan ganz wunderbar eingerichtet.

Es gibt im Inneren des Lebens etwas, das wir alle unendlich lieben. Wenn es der Menschheit gelingt, diesem Etwas Dauer zu geben, dann haben wir eine historische Glücksspur gewonnen. Die Weisheit des Ostens hat dafür einen schönen Merksatz formuliert: “Tao ist der Weg, den man nicht mehr verlassen kann. Der Weg, den man verlassen kann, ist nicht Tao.” Wie wäre es, das Wort “Tao” zu ersetzen durch diese allertiefste erkennende Liebe? Und die ist immer auch leiblich gemeint, die erkennende Liebe geht durch den Leib und durch das Fleisch, denn “das Wort ward Fleisch, und es wohnte unter uns.” Es ist geradezu phantastisch, wieviele Wahrheiten wir in der Bibel finden, wenn wir hinter die Verdrehungen blicken. Den Höhepunkt finden wir in der Geschichte vom Sündenfall, wo Adam den Apfel vom Baum der Erkenntnis aß und dann die sexuelle Freude entdeckte: “und Adam erkannte sein Weib.” Im Hebräischen gibt es für Erkenntnis und Beischlaf dasselbe Wort! Sie wußten es!

Die Heilung der Liebe geschieht kaum durch das Vier-Augen-Gespräch zweier Partner, denn die sind zu sehr involviert in ihr Problem. Die Heilung ist ein Thema der inneren Neugeburt. Um ein liebesfähiger Mensch zu werden, müssen wir lernen, uns nicht mehr um uns selbst zu wickeln, sondern teilzunehmen an der Welt. Teilnahme ist ein Geheimnis der Liebe. Wir kommen damit unvermeidlich in einen ethischen Bereich. Teilnahme bedeutet Vertrauen, Auflösung der Angstschranken, Überwindung von Vorurteilen, Öffnung der Riegel, die wir vor unser Herz geschoben haben. Um liebesfähige Menschen zu werden, müssen wir ein Lebenssystem entwickeln, in dem das wirkliche Vertrauen unter Menschen entstehen und wachsen kann. Die neuen Zentren – wir nennen sie Heilungsbiotope – sind Gewächshäuser des Vertrauens. Das ist der entscheidende Punkt. Um unsere Kommunen von den sexuellen Unwahrheiten zu befreien, haben wir das Konzept der “freien Sexualität” entwickelt. Aber freie Liebe und freie Sexualität haben nur einen humanen Sinn unter Menschen, die einander vertrauen. Es ist das Vertrauen, welches die Herzen und die Leiber öffnet, den Körperpanzer auflöst und die Seele heilt. Wir arbeiten in Tamera an ökologischen und technologischen Themen, an Wasserheilung, Permakultur und umweltfreundlicher Energie, aber die wichtigste Arbeit ist die Herstellung von Vertrauen unter den Studenten, den Mitarbeitern und den Kindern.

Wir brauchen eine funktionierende Gemeinschaft, um diese Dinge tun zu können. Die Themen, die mit dem Bereich von Sex, Liebe und Partnerschaft verbunden sind, sind viel zu gewichtig, um von zwei Menschen allein getragen werden zu können. Es sind historische, menschheitliche Themen. Wir brauchen Gemeinschaften, die das Thema kennen und sich auf eine grundsätzliche, absolute Solidarität geeinigt haben gegenüber allen, die sich mit ihrem Thema offenbaren. Wir haben dafür die Methode des SDForums eingeführt. SD heißt Selbstdarstellung und bedeutet eine Veranstaltung, wo sich der Darsteller vor der Gruppe vorbehaltlos zeigen kann mit seinen Ängsten und Konflikten, ohne verurteilt zu werden. Es geht dabei um das Erlernen von Solidarität. Wenn sich Menschen in denselben Nöten erkennen, brauchen sie sich weniger zu maskieren und können vertrauensvoller zusammenleben. “Gesehen werden heißt geliebt werden.” Das ist ein wahrer Satz. Aber man braucht Mut, um sich sehen zu lassen. Wir mußten viele ungewöhnliche Methoden entwickeln, um im Liebesbereich den Weg der Wahrheit zu finden. Wir sind noch lange nicht fertig, aber vielleicht haben wir die Mitte der Hängebrücke schon überschritten. Es ist eine lange und manchmal mühselige Arbeit. Menschen, die in der Hoffnung auf schnellen Sex nach Tamera kommen, sollten vielleicht lieber eine andere Adresse wählen.

Für das Zusammenleben der Geschlechter haben sich einige Grundregeln herausgebildet, die in den ethischen Kanon einer neuen Kulturgründung aufgenommen werden könnten:

  1. Die Liebe ist das höchste Kulturgut der Menschheit.
  2. Das Vertrauen der Geschlechter ist die Basis einer Zukunft ohne Krieg. Belüge niemals deinen Liebespartner.
  3. Du kannst nur treu sein, wenn du auch andere lieben darfst. Freie Liebe und Zweierliebe schließen sich nicht aus, sondern ergänzen einander.
  4. Eifersucht gehört nicht zur Liebe.
  5. Partnerschaft lebt nicht von den Ansprüchen aneinander, sondern von der gegenseitigen Unterstützung.
  6. Sadismus und Masochismus sind aus sexuellen Fehlsteuerungen hervorgegangen. Gewalt gehört nicht zur Sexualität und nicht zur Liebe.
  7. Kein Sex mit Kindern.
  8. Sexuelle Handlungen dürfen niemals gegen den Willen eines Partners begangen werden.
  9. Es gibt in der Liebe keinen Besitzanspruch. Beziehungsprobleme können nicht juristisch gelöst werden, sondern durch die Hilfe einer solidarischen Gemeinschaft.
  10. Wenn du eine Wahl hast zwischen Liebe und etwas anderem, dann folge der Liebe.

Im Verhältnis der Frauen zu den Männern haben sich Verhaltensmuster entwickelt, die wir vielleicht als den “weichen Feminismus” bezeichnen können. Die Frauen fangen an, ihre weibliche Quelle zu entdecken und damit eine eigene souveräne Kraft aufzubauen, die nicht mehr abhängig ist von der Beziehung zu einem einzigen Mann. Hier geschieht eine historische Neuverankerung der Frau im Holon des Lebens und der menschlichen Gesellschaft. Sabine Lichtenfels hat in ihrem Buch “Weiche Macht” (Seite 249) das neue Verhältnis folgendermaßen formuliert: „ Die Männerherrschaft hat über 3000 Jahre lang die Geschichte geprägt und dabei das Prinzip der harten Kraft aufgebaut. Die Macht männlicher Gesellschaften bestand im Brechen von Widerständen. Das äußerte sich in den Eroberungszügen, den Religionskriegen, den Erziehungsmethoden und den Methoden der Technik im Umgang mit der Natur. Durch diese Methoden ist der heutige Mann selbst in eine innere Sackgasse geraten, aus der er ohne weibliche Hilfe nicht mehr herausfindet. Wir wollen keine alten matriarchalen Strukturen wieder aufbauen, wir wollen auch nicht erneut die Männer dominieren oder bevormunden. Frauenmacht ist nicht gegen den Mann gerichtet und nicht gegen unsere Liebe zu den Männern, sie verläßt aber entschlossen diejenigen männlichen Strukturen, die zu der weltweiten Vernichtung des Lebens und der Liebe beigetragen haben. … Ohne unsere weibliche öffentliche Stellungnahme findet niemand mehr aus der Sackgasse heraus. Es liegt jetzt an uns Frauen, die politische und sexuelle Verantwortung wieder anzunehmen, die so lange gefehlt hat. Wir laden alle engagierten Männer ein, sich unserer Friedensarbeit anzuschließen.”

Die Heilung der Geschlechterliebe ist nicht beschränkt auf die Geschlechterbeziehung. Sie umfaßt auch ein neues Verhältnis zur Natur, eine Kooperation mit allen Mitgeschöpfen, die Heilung des Wassers und ein liebevolles Verhältnis zu Tieren. Wir brauchen eine neue Einordnung unserer Menschenwelt in die Gesamtwelt des Lebens, um uns zu heilen vom Urschmerz der Trennung.

Letztlich geht es um die Wiederverbindung mit “Omega”, dem göttlichen Zentrum in allen Dingen. In der Begegnung von Zentrum zu Zentrum vollzieht sich die Liebe, so schrieb Teilhard de Chardin. Das Ziel unserer Arbeit ist die neue Erde, Terra Nova. Solange noch ein einziges Kind verhungert, ein Mädchen beschnitten, eine Frau vergewaltigt, ein Tier gequält und ein junger Mann zum Krieg gezwungen wird, ist diese Welt nicht in Ordnung. Wir arbeiten weiter. Bitte helft mit. Unterstützt das Projekt publizistisch und finanziell.

Für die Solidarität und Liebe der Geschlechter.
Für alle Kinder der Erde.
Für eine Zukunft ohne Krieg.

Dieter Duhm, Tamera, März 2013

LITERATUR
Die dargestellten Gedanken sind ausführlich behandelt in folgenden Büchern:
Dieter Duhm: Die Heilige Matrix. Verlag Meiga
Dieter Duhm: Der unerlöste Eros. Verlag Meiga
Sabine Lichtenfels: Grace – Pilgerschaft für eine Zukunft ohne Krieg. Verlag Meiga
Sabine Lichtenfels: Weiche Macht. Verlag Meiga

WEITERE INFORMATIONEN
Institut für globale Friedensarbeit • Tamera • Monte do Cerro • P-7630-303 Colos • Portugal
Tel. +351 283 635 484 • Fax +351 283 635 374 • igp@tamera.orghttp://www.tamera.org

Quellen:
http://www.tamera.org/fileadmin/PDF/Heilung_der_Liebe_de_mail.pdf
http://www.tamera.org/index.php?id=1000&L=1

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Ein Gedanke zu “Heilung der Liebe – Warum wir das Thema der Geschlechterliebe ins Zentrum unseres Projekts stellen mussten. (tamera)

  1. Zur Zeit der Aufklärung entwickelte sich, einigen entgegengesetzten Ansätzen zum Trotz, eine Festlegung der Rollen von Mann und Frau . Dabei kam dem Mann an erster Stelle die Rolle des Berufsmenschen und der Frau die der fürsorgenden Hausfrau und Mutter zu. Diese Polarisierung der Geschlechtscharaktere verfestigte sich im 19. Jahrhundert in der Phase des Biedermeier . Die Bedeutung der Kleinfamilie wuchs.

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