Wirtschaften im Islam – Teil 2: Ohne Zins ins Paradies (Planet)

Wenn sich ein Fernsehsender verdächtig macht, dann war das bisher immer arte. Seit einiger Zeit auch PLANET. Neben atemberaubenden Naturdokumentationen in HD zeigen die Landshuter auch innovative, aufgeschlossene Dokumentationen mit den richtigen Fragen. Hier hatte ich im letzten Jahr schon einmal berichtet.

Teilweise recycelt PLANET offenbar auch bereits bekannte Sendungen von arte.

Wochenhighlight im Februar

Wirtschaften im Islam – Teil 2: Ohne Zins ins Paradies

Während unser westliches Wirtschaftssystem durch die Finanzkrise in Frage gestellt wird, formiert sich als Gegenmodell in vielen Ländern des Nahen Ostens und Asiens eine Scharia-geprägte Wirtschaftsstruktur. Im Schatten des konventionellen Finanzsystems hat sich vor allem in den Golfstaaten, der Türkei, aber auch den islamisch geprägten Ländern Südostasiens ein alternatives Konzept entwickelt, das von der Finanz- und Bankenkrise weniger betroffen scheint. Der Islam hat Einfluss auch auf einen Wirtschaftsraum mit mehr als 1,5 Milliarden Gläubigen genommen. Aber wie unterscheidet sich die islamische Finanzwelt von dem uns bekannten System? Ist es der oft beschworene „Dritte Weg“, zwischen Kapitalismus und Kommunismus? „Wirtschaften im Islam“ bietet eine umfassende Bestandsaufnahme der muslimischen Finanzwelt und ihres enorm gewachsenen Einflusses auf die Weltwirtschaft.

Vom Bazar an die Wall Street (06.02., 20:15 Uhr)

Islam und Moderne bilden keinen Widerspruch – davon sind Verfechter eines islamischen Finanz- und Wirtschaftssystems überzeugt! Die religiösen Vorgaben aus dem Koran und der Scharia bilden vielmehr die Grundlage eines Systems, das weit mehr als das westlich kapitalistische ethische Werte, die gerechte Teilung von Risiken und allgemein die Förderung wirtschaftlich benachteiligter Mitglieder der Gesellschaft in den Fokus setzen. Vom alten Bazar Istanbuls, über die neue, religiös geprägte Unternehmerschicht – den sogenannten „Islamischen Calvinisten“ in Anatolien, bis zu den glitzernden Wolkenkratzern in Bahrain, Qatar, Dubai und Abu Dhabi, spielt „Islamic Finance“ eine immer größere Rolle. Der erste Teil „Vom Bazar an die Wall Street“ blickt hinter die Kulissen dieses Systems, stellt die neuen, aufstrebenden Unternehmer, aber auch die einfachen Arbeiter vor.

Ohne Zins ins Paradies (13.02., 20:15 Uhr)

Weltweit leben die meisten Menschen muslimischen Glaubens in Südostasien. Allein Indonesien ist mit 240 Millionen Gläubigen das bevölkerrungsreichste islamische Land. Zwar ist die Religion im Vergleich zu den arabischen Staaten hier weitaus liberaler, doch gerade das religiös geprägte Bankwesen verzeichnet Wachstumsraten, von denen westliche Banken nur träumen können. Das Verbot von Zinsen, die Vorgabe nur in real existierende Werte zu investieren und Geschäfte in Feldern wie Schweinefleisch, Waffen, Glücksspiel oder Pornographie vollkommen zu untersagen, sind Eckpfeiler dieses Modells. Frauen in Führungspositionen von Banken, als islamische Rechtsgelehrte oder Universitätsprofessorinnen sind dabei ebenso selbstverständlich wie das islamische Gebot der Wohlfahrt.
„Ohne Zins ins Paradies“ stellt Menschen vor, die den modernen Aufschwung in Asien prägen, aber auch jene, die eben diese Entwicklung mehr als skeptisch betrachten.

 

Weitere Infos und Trailer: Planet-TV.de

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