Unterbesetzt und überlastet – Vergebliches Warten auf die Polizei

110 – und niemand kommt. Insbesondere in ländlichen Regionen dauert es in Zeiten von Personalabbau und Strukturreformen immer länger, ehe die Polizei einen Tatort erreicht. Exakt berichtete in der vergangenen Woche über Fälle wie z.B. den von Detlef Seiferth. Er wurde am Busbahnhof Rudolstadt ausgeraubt und zusammengetreten. Als er telefonisch die Polizei alarmierte, wurde er lediglich vertröstet und weiterverwiesen. Auch nach stundenlangem Warten ließ sich kein Beamter bei ihm blicken.

Nach dem Exakt-Beitrag in der vergangenen Sendung erreichten zahlreiche Kommentare und Emails von Polizisten aus ganz Mitteldeutschland die Redaktion. Allesamt beklagen sie Unterbesetzung und Überbelastung. Unterbesetzte Dienststellen, immer weniger Streifen für große Gebiete. Allein in Thüringen wird die Zahl der Beamten im Vollzugsdienst in den kommenden Jahren nochmals deutlich sinken. Für die Polizisten heißt das: lange Wege, höherer Druck und letztlich auch ein hohes Risiko. Der Frust ist groß.

Fortsetzung und Videobeiträge beim MDR.

Ein Gedanke zu “Unterbesetzt und überlastet – Vergebliches Warten auf die Polizei

  1. Jetzt schlägst 13! Ich habe einen Polizisten in Thüringen kennen gelernt, welcher mir – und ich kanns beweisen – täglich ca. 40 sms, wenn nicht mehr – schickte…. das natürlich innerhalb der Dienstzeit, da zu Hause natürlich Familie war! Jetzt frage ich mich, Überlastung aber mehr als 40SMS schreiben können? Also bitte immer schön auf dem Teppich bleiben!

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