Gekaufte Wahrheit – Gentechnik im Magnetfeld des Geldes

PLANET, der Dokumentations-Sender, traut sich was: Als Wochenhighlight wird folgende Dokumentation 14 Mal wiederholt. Sendetermine siehe unten.

Gekaufte Wahrheit – Gentechnik im Magnetfeld des Geldes

Niemand weiß genau, wie sich gentechnisch veränderte Lebensmittel auf uns auswirken. Doch unabhängige Forschung ist nicht erwünscht. Zwei führende Molekularbiologen in Schottland und Kalifornien haben dies zu spüren bekommen. Als sie kritische Ergebnisse veröffentlichten, verloren sie ihre Arbeit und wurden persönlich ruiniert, durch Streichung der Forschungsmittel und Zerstörung ihres wissenschaftlichen Rufs. Der preisgekrönte Film „Gekaufte Wahrheit“ erzählt ihre Geschichte. Aussagen von Wissenschaftlern selbst belegen, dass 95 Prozent der Forscher im Bereich Gentechnik von der Industrie bezahlt werden. Nur 5 Prozent sind unabhängig. Kann die Öffentlichkeit – können wir alle – den Wissenschaftlern noch trauen?

Im Frühjahr 2001 macht NATURE etwas, das es zuvor noch nie getan hat. Zum ersten Mal in seiner 137-jährigen Geschichte zieht das weltweit wichtigste Wissenschaftsmagazin einen Artikel zurück.

Der renommierte Biologe Dr. Ignacio Chapela hat diesen Artikel einige Monate zuvor bei NATURE eingereicht. Er berichtet über die Vermischung von einheimischem mexikanischen Mais mit gentechnisch veränderten Sorten. Die druckfrische Ausgabe der Zeitschrift ist noch nicht fertig verteilt, als bereits eine Flut von – wie sich später herrausstellt – durch den AgroChemieMulti Monsanto gesteuerten E-Mails die Redaktion überschüttet. Warum hat ein scheinbar so gewöhnlicher Artikel einen solchen Aufruhr verursacht?

Oaxaca, wo der gentechnisch veränderte Mais gefunden wurde, ist das genetische Reservoir der Urmais – Sorten für die ganze Welt; von hier aus hat der Mais vor 5000 Jahren seinen Siegeszug als heute zweitwichtigste Kulturpflanze der Erde angetreten. Chapelas Entdeckung war daher höchst alarmierend. Ist der Schwur der Gentechnik-Konzerne, dass natürliche Pflanzen völlig unbeeinträchtigt neben gentechnisch veränderten Pflanzen wachsen würden, doch nicht haltbar?

Im August 1998 gibt der führende Wissenschaftler für Nahrungsmittelforschung, Dr. Árpád Pusztai, im britischen Fernsehen ein kurzes Interview. Er erklärt, dass er zwar an den segensreichen Nutzen der Gentechnik bei Nahrungsmitteln glaube, aber vor der Zulassung müssten unbedingt Langzeittests durchgeführt werden. Nach dem bisherigen Wissensstand würde er keine genveränderte Nahrungsmittel essen. Seine Gründe für diese Äußerungen sind einfach – er hat Testreihen durchgeführt, in denen Ratten mit einer gentechnisch veränderten Kartoffel gefüttert wurden. Sie erlitten gravierende Organkrankheiten, Entzündungen, Immunschäden und retardiertes Organwachstum. Innerhalb weniger Stunden ist Pusztai in heftigstem politischen Kreuzfeuer. Es wird ihm verboten, sich weiter zu seinen Forschungen zu äußern. Seine Unterlagen werden konfisziert, der Zugang zu seinen Labors versperrt. Wenig später erhält er die Kündigung und wird aus dem nationalen Wissenschaftsgremium, der Royal Society, ausgeschlossen.

Wenn multinationale Konzerne Wissenschaftler von Forschungen und Veröffentlichungen abhalten können, wer bleibt dann übrig, um den Konsumenten die Wahrheit zu sagen?

Regie: Bertram Verhaag | Land: Deutschland | Jahr: 2010 | Länge: 88 min.

Sendetermine

So. 07.10.2012 20:15 | Mo. 08.10.2012 21:05 | Mi. 10.10.2012 23:05 | Fr. 12.10.2012 00:05 | Sa. 13.10.2012 01:50 | So. 14.10.2012 13:40 | Mo. 15.10.2012 14:25 | Di. 16.10.2012 15:25 | Mi. 17.10.2012 16:25 | Do. 18.10.2012 17:15 | Fr. 19.10.2012 17:45 | So. 21.10.2012 06:00 | Mo. 22.10.2012 06:50 | Di. 23.10.2012 07:55

Weitere Information

5 Gedanken zu “Gekaufte Wahrheit – Gentechnik im Magnetfeld des Geldes

  1. Die Gentechnik ist bestimmt nicht zu unserem Besten eingeführt worden. Wenn keine Nährstoffe und Vitamine in der Nahrung vorzufinden sind, wird der Mensch krank und stirbt.Unübersehbar ist, dass das so gewollt ist.
    David Icke schreibt in seinem Buch: Der Löwe erwacht, folgendes:
    Zitat:
    „Das Ziel der Alpha-Loge ist nach wie vor, die Analphabetenrate bis zum Jahr 2010 auf mindestens 66 Prozent (wieder die magische Häufung der Zahl 6) anzuheben und bis zum Jahr 2030 mindestens 70 Prozent der Weltbevölkerung zu beseitigen.“ Zitatende!

    Bil Gates hat besser, da er doch natürliche Pflanzen heranzieht, die nicht genverändert sind. D. h., die Elitefamilien ernähren sich nicht mit genmanipulierter Nahrung. Sie wollen schließlich lange leben, während die Weltbevölkerung ruhig elendig zugrunde gehen kann.

    Wenn die Bevölkerung aufwacht, kann sie friedlich Widerstand leisten, aber uninformiert laufen sie geradezu in Messer des Verderbens.

  2. „Es geht nicht nur darum, was wir essen oder um unsere Gesundheit, sondern darum, was wir wissen dürfen.“ Dieses Zitat stellen die Filmemacher an den Anfang des Filmes. Und ziehen am Ende den Schluss: „Einer der wichtigsten Kämpfe der Verbraucher ist der Kampf um das Wissen, was in unserem Essen ist und wie es hergestellt wurde.“ Mit aller Macht verhindern große Konzerne in Amerika, dass Verbraucher erfahren, wie ihr Essen hergestellt wird. Kritiker werden mit Prozessen überzogen und so mundtot gemacht.

  3. Seine Gründe für diese Äußerungen sind einfach – er hat Testreihen durchgeführt, in denen Ratten mit einer gentechnisch veränderten Kartoffel gefüttert wurden. Sie erlitten gravierende Organkrankheiten, Entzündungen, Immunschäden und retardiertes Organwachstum.

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