Ein Tritt in die Eier für die SCHUFA Holding AG

SCHUFA Holding AG
Alexander Boldyreff, Dr. Michael Freytag
Kormoranweg 5
65201 Wiesbaden

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit untersage ich es Ihnen mit sofortiger Wirkung, irgendwelche Daten über meine mir durch Geburtsurkunde geschenkte Person zu speichern. Dies hat zur Folge, dass Sie ab Bekanntwerden des genannten Verbots unverzüglich sämtliche Daten löschen müssen. Bitte schicken Sie mir eine handschriftlich unterschriebene Löschbestätigung, um der Erfüllung Ihrer Pflicht Nachweis zu erbringen.

Rein vorsorglich weise ich darauf hin, dass Sie für Ihre Geschäftspraxis weder einen Auftrag vom Gesetzgeber noch vom Volk haben. Selbst wenn Sie einen vom sogenannten Gesetzgeber hätten, wäre dieser nicht durch das Volk legitimiert, da die BRD-Verwaltung aufgrund Nichterfüllung von GG Art. 146 und fehlendem Geltungsbereich des GG eine Usurpation darstellt. Insofern wäre jede Rechtfertigung dafür, dass Sie aufgrund der Rechtslage Daten über Personen und Menschen speichern dürften, falsch.

Sollte ich die Löschbestätigung nicht innerhalb von 14 Tagen erhalten, also bis …, gehe ich davon aus, dass Sie entweder die Daten gelöscht haben oder mit Strafzahlungen von 5.000 EUR pro mir bekanntgewordenem Verstoß (z. B. Weitergabe von Scoring-Werten an Unternehmen) einverstanden sind.

Antworten auf dieses Schreiben, die nicht unterschrieben sind oder keinen Namen enthalten, werden mit 500,00 € (pauschal) zzgl. 42,00 € je angefangener Stunde (für die Ermittlung der vorladungsfähigen Anschrift der natürlichen Person des Absenders) berechnet. Diese Regelung bedarf nicht Ihrer Zustimmung.

Ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, ohne Präjudiz, ohne Kenntnis aller gültigen und ungültigen Rechtsnormen des BRD-Regimes; die gemachten Aussagen sind keine Beleidigungen oder Unterstellungen, sondern geben die Ansicht des Autors wieder; es liegt in der Natur der Sache, dass Ansichten nicht gegen den Verfasser verwendet werden können; diese Nachricht ist solange privat, bis eine handschriftlich unterschriebene Freigabe des Verfassers vorliegt, mit der er der Veröffentlichung zustimmt; kein Teil dieses Schreibens darf aus dem Zusammenhang heraus zitiert werden; aber in bester Absicht und mit freundlichem Gruß,

Max Mustermann

19 Gedanken zu “Ein Tritt in die Eier für die SCHUFA Holding AG

  1. Ich stehe mit einigen verweigerten Zahlungen in der Schufa . Mir gefällt dieses Schreiben , würde es sofort abschicken ! Wie komme ich an das Geld , wenn die Daten nicht gelöscht werden ?. Dazu bräuchten wir ihre Kontodaten , damit wir denen das Konto schließen und mit einem Beschluß das Geld abbuchen !

    • Haha, Kontopfändung bei der Schufa. Nun, ich würde erstmal nicht so weit gehen und denen Gelegenheit lassen, die Daten zu löschen und dies zu bestätigen. Dann sollte man selbst genauso konsequent weitermachen, und nicht mehr Verträge unterschreiben, bei denen eine Schufa-Klausel enthalten ist, bzw. diese Klausel durchstreichen und dennoch unterschreiben, auch auf die Gefahr hin, dass der Vertrag nicht angenommen wird. – Man kann ja nicht einerseits die Schufa zur Löschung zwingen wollen und dann weiterhin Verträgspartner legitimieren mit der Schufa zusammenzuarbeiten.
      Übrigens: Sie können natürlich auch bei der Schufa einzelne Einträge bemängeln und um Löschung bitten. Das klappte bei mir mehrmals, aber es gibt natürlich keine Garantie, und es ist langwierig.

  2. Genau so muss es gemacht werden, die Lobbys dachten, dass sie durch die Privatisierungen ganze Länder durch PRIVAT usurpieren können, aber die Macht liegt nicht bei der Lobby, sondern beim Volk. Die rein private EU hat ebenfalls keinerlei Ermächtigung über die europäischen Länder, denn sie wurde von keinem Volk gewählt!
    Klardenker bringt es auf den Punkt, man darf keine Verträge unterschreiben, die man nicht vertragen kann. Die Banken und Energiebetriebe auch die Telekom setzten dem Nutzer Verträge vor, die er nicht unbedingt so hinnehmen muss. Man kann ganze Passagen löschen, die einem nicht passen, oder den kompletten Vertrag nicht annehmen und selber einige Zeilen schreiben. Einen Vertrag muss man auch vertragen können!
    Diese Verträge haben oft 60 oder mehr Seiten, das kann kein normaler Mensch verstehen und ist daher gegen die guten Sitten. Wenn man solche Verträge aber dennoch annimmt, ist man dazu verpflichtet oft etwas einzuhalten, was gar nicht einhaltbar ist!
    Die Meisten lesen sich jedoch die Verträge nicht einmal durch, weil sie glauben, keine Wahl zu haben, das ist komplett falsch!
    Man darf niemals vergessen, dass alle Betriebe vom KONSUM abhängig sind, wenn man aufhört gewisse Dinge zu konsumieren kann der Betrieb zumachen, deshalb gibt es immer auch einen Betrieb der menschlich handelt und drauf verzichtet, unmögliche Verträge vorzusetzen oder akzeptiert was der Kunde bietet.
    Man muss beginnen und weitere Schritte in die richtige Richtung tun, während man gleichzeitig aufhört, das Falsche tag täglich zu festigen!

  3. Es finde, dass alles was ich hier lese GRUNDSÄTZLICH richtig ist. – ABER die Wirtschafts- u. Industrielobby wird sich wegen einigen wenigen Querulanten nictht unterjochen lassen. Wer das Kapital kontrolliert, der hat die Macht.
    Das Schreiben an die SCHUFA ist Okay, jedoch sollte sich jeder im klaren sein, dass er einen ganz langen Atem haben muss um ohne z. B. Telefon, Internet, Strom und Bank (Sparkasse) leben zu können.

    Ohne SCHUFA werden die Euch keinen verträglichen Vertrag zukommen lassen.

    • Doch kam. Die Schufa teilte mit, dass die aufgrund von diesem und jemen Paragraphen alles richtig machen. Aber immerhin wollen sie demnächst keinen Score-Wert mehr von mir speichern. Ob das aber irgendein Gewinn für mich ist, bezweifle ich mal, eher ein Nachteil bei meinen guten Scores: Alle bei 97 bis 99,9 Prozent.

  4. Dieses Schreiben war mit Name versehen und handschriftlich unterschrieben!

    === Antwort der Schufa ===

    SCHUFA Holding AG
    Geschäftsstelle Köln
    Postfach 103441
    50474 Köln

    Ihr Schreiben vom … unser Zeichen …

    Vielen Dank für Ihr Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der SCHUFA Holding AG, Herrn Dr. Michael Freytag, sowie den Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn Alexander Boldyreff, welches zur Beantwortung an unseren Bereich weitergeleitet wurde.

    Zunächst dürfen wir Ihnen versichern, dass die Tätigkeit der SCHUFA in vollem Umfang unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und insbesondere des Bundesdatenschutzgesetzes erfolgt.

    Gleichzeitig möchten wir darauf hinweisen, dass sowohl die Datenspeicherung als auch die Datenübermittlung durch die SCHUFA nach einer entsprechenden Interessenabwägung zulässig ist auch ohne, dass es hierzu eines besonderen Einverständnisses des Verbrauchers bedarf.

    Ferner teilen wir mit, dass die Speicherung personenbezogener Daten zum Zweck der Tätigkeit von Auskunfteien gemäß § 29 Abs. 1 Bundesdatenschutzgesetz grundsätzlich gesetzlich zulässig ist, so dass wir Ihrer Forderung alle zu Ihrer Person gespeicherten Daten zu löschen nicht nachkommen können.

    Bei der SCHUFA sind nur Daten vermerkt, die sie von ihren Vertragspartnern mitgeteilt bekommen hat. Hierbei werden der SCHUFA nicht sämtliche bekannte Daten mitgeteilt, sondern nur sog. „meldepflichtige“ (z.B. Kredite, Kreditkarten, Girokonten) bzw. „meldefähige“ Daten (z.B. grundpfandrechtlich gesicherte Kredite). Vertragspartner der SCHUFA können Wirtschaftsunternehmen werden, die natürlichen Personen gewerbsmäßig Geld-, Waren-oder Dienstleistungskredite geben oder Forderungen einziehen. Darüber hinaus werden auch Mitteilungen aus öffentlichen Verzeichnissen (d. h. Informationen zu Haftbefehlen, eidesstattlichen Versicherungen sowie Insolvenzdaten) aufgenommen.

    In Auskünften an Verbraucher werden sämtliche der SCHUFA bekannten Informationen aufgeführt einschließlich Herkunft und Empfänger der Daten. Vertragspartner dagegen erhalten lediglich die Informationen, die für die aktuell anstehende Kreditentscheidung relevant sind. So erhält der Vertragspartner z. B. keine Angaben über die Herkunft der Daten.

    Der Sinn und Zweck eines Kreditinformationssystems gebietet die Vollständigkeit des Datenbestandes. Ein Kreditinformationssystem muss so organisiert sein, dass die gespeicherten Daten insgesamt ein möglichst vollständiges und aktuelles Bild der Kreditwürdigkeit bieten.

    Bitte beachten Sie: Aufgrund Ihres ausdrücklichen Wunsches und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht nehmen wir eine Score-Berechnung zu Ihrer Person nicht mehr vor.

    Im Rahmen einer eventuellen Auskunft zu Ihrer Person erhält der Empfänger den Hinweis, dass zu der angefragten Person keine Score-Berechnung durch die SCHUFA erfolgt.

    Wir hoffen, Ihnen mit diesen Angaben weitergeholfen zu haben. Für weitere Fragen erreichen Sie die Mitarbeiter unseres Privatkunden Teams von Montag bis Freitag in der Zeit von 8:00 bis18:00 Uhr unter der oben genannten SCHUFA-Service-Nummer.

    Mit freundlichen Grüßen

    SCHUFA Holding AG
    1. Ä. Xxxxxxxx Xxxxxxxxx

  5. === Antwort an die Schufa ===

    Sehr geehrte/r Herr/Frau Xxxxxxxx Xxxxxxxxxxxx,

    vielen Dank für Ihr Schreiben vom 13.08.2012. Ihre Beschwichtigungsversuche hatte ich schon so erwartet. Zunächst merke ich an, dass sich aus unserem Schriftverkehr kein Vertrag ergibt und meinerseits auch kein konkludentes Verhalten besteht.

    Auf welche sogenannten Gesetze Sie sich berufen, ist irrelevant, da weder ich selbst diesen Gesetzen zugestimmt habe noch die im Land „Deutsch“ lebenden Menschen jemanden legitimiert haben, diese sogenannten Gesetze zu erlassen.

    Meine Person wurde mir bei Geburt geschenkt und nicht geliehen (Beweis: Geburtsurkunde), so dass ich selbst darüber bestimmen kann, wer wann und wo Daten über diese speichert oder verarbeitet. Zu Ihrem Nachteil kann daran auch kein Gesetz etwas ändern.

    Bestätigen Sie mir daher unverzüglich die vollständige, unwiderrufliche Löschung aller zu meiner Person gespeicherten Daten. Ich informiere Sie darüber, dass ich ab dem 1. Oktober 2012 für jeden einzelnen zu meiner Person gespeicherten Datensatz pauschal 500,00 EUR berechne, sowie zusätzlich 42,00 EUR pro Stunde für die Zeit, die notwendig ist, um bei Ihnen für die Durchsetzung meines Interesses (z. B. durch Telefonate, Schriftwechsel, Einbruch in Ihre Computersysteme, usw.) zu sorgen. Diese Regelung bedarf nicht Ihrer Zustimmung.

    Zusätzlich könnte ich eine Personenstandserklärung abgeben und Sie wären ohnehin verpflichtet, meiner Forderung unverzüglich nachzukommen. Gleichzeitig müsste ich in der Schwarzliste der unseriös arbeitenden Unternehmen Ihren Eintrag um zwei Punkte heraufsetzen und diesen Fall einschließlich Ihres Namens (öffentliches Interesse dürfte ja vorhanden sein) öffentlich machen.

    Die Zusammenarbeit mit sogenannten „Behörden“ (Sie sprechen von Haftbefehlen, E.V.’en, Insolvenzdaten) und allgemein die Zusammenarbeit mit Organen der kriminellen, insolvenzverschleppenden, menschenverachtenden BRD-Mafia untersage ich Ihnen hiermit ausdrücklich. Sollte sich diesbezüglich Gegenteiliges nachweisen lassen, werden für jeden Verstoß pauschal 500.000 EUR Strafgeld fällig. Ich verpflichte mich, die Hälfte hiervon an einen gemeinnützigen Verein oder Stiftung meiner Wahl zu spenden/stiften. Diese Regelung bedarf nicht Ihrer Zustimmung.

    Ich hoffe auf eine baldige Einigung und Ihnen mit diesen Angaben behilflich gewesen zu sein.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Yyyyyyyyyyyyy Yyyyyyyyy

    • . ……….. sehr gut!!
      Kann man solche Person bei Nichtbeachtung nicht zusätzlich noch strafrechtlich verfolgen lassen. Strafantrg/-anzeige beim IStGH oder so ä.?

  6. Hallo,

    sind jetzt noch Einträge vorhanden, oder gabs noch einen Antwortbrief?

    Viele Grüße und viel Erfolg.

    • Antwortbrief ja, ob Einträge vorhanden sind hab ich noch nicht geprüft. Angeblich kann man auch nur ein Mal im Jahr eine Selbstauskunft machen. Aber im Zweifelsfall werde ich die Auskunft von jemand anderem machen lassen, hrr hrr.

      • Hallo Klardenker mich würde das Antwortschreiben interessieren, was die auf deinem letzten schreiben geantwortet haben. Vielleicht kannst du es hier mal posten. Ist schon interessant wie man denen die Stirn bieten kann. Vielen Dank im Voraus.

      • Hallo Klardenker,
        damit die Geschichte auch ein Happy End bekommt:
        Bitte Poste doch noch die weitere Korrespondenz.
        Wie ist die Sache ausgegangen?
        LG Georg

  7. Im Moment finde ich das Urteil nicht mehr – hatte die Seite kürzlich noch offen – , daß man auch zur Überprüfung von Änderungen von Einträgen generell die kostenlose Selbstauskunft anfordern kann.

    Neben dem Urteil gibt es noch die Aussage von hier: http://www.infodienst-schuldnerberatung.de/schuldnerberatung/rubriken/praxisthema/2010/neue-gesetzliche-vorgaben-fuer-die-eigenauskunft-bei-kreditauskunfteien.html

    Wiederholte kostenlose „Datenübersicht nach § 34 BDSG“
    […]
    Auf der Sitzung des SCHUFA-Verbraucherbeirats am 26. März in Berlin hat die SCHUFA-Geschäftsleitung jedoch klargestellt, dass die Datenübersicht nach § 34 BDSG auch mehrmals im Jahr kostenlos erfolgt.

  8. Der Artikel ist nun schon etwas älter und mich würde wirklich sehr interessieren, was aus der ganzen Sache geworden ist. Hat die Schufa sich noch einmal gemeldet? Wurden die Einträge gelöscht?

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