Die Verrottung des Arbeitsmarkts – Jobcenter kommen oft ihren Verträgen nicht nach

Jedes Jobcenter lässt einen Arbeitslosen einen sogenannten Eingliederungsvertrag unterschreiben. Dieser ist die Grundlage der Geschäftsbeziehung zwischen der jeweiligen Firma „Jobcenter“ und dem Arbeitslosen (das ist Neusprech für: Einkommensloser). Dort werden die Pflichten des Arbeitsuchenden und des Jobcenters festgehalten. Pflicht des Jobcenters ist es dabei, geeignete Stellenangebote zu machen bzw. zu vermitteln.

Und dem wird allerdings leider seit einigen Jahren nicht mehr nachgekommen, wie Berichte bestätigen.

So wurde Tausenden Arbeitsuchenden von ihren „Jop-Kentern“ schon lange keine Stelle auf dem ersten (!) Arbeitsmarkt mehr angeboten. Stattdessen erhalten diese sogenannte Maßnahmen, die völlig unsinnvoll, manchmal sogar absurd sind, oder Angebote von privaten Arbeitsvermittlern, bei denen es sich nur um Schein- bzw. Fake-Angebote handelt. Eine real existierende Stelle ist nicht vorhanden, und ob der im Stellenangebot beschriebene Arbeitsplatz überhaupt geschaffen werden soll, ist fraglich.

Ist eine zeitaufwändige Bewerbung auf ein Stellenangebot einmal abgeschickt, rennen ernsthaft interessierte und qualifizierte Arbeitssuchende von einem Personaldienstleister zum nächsten. Alle wollen sie sie „mal kennenlernen“, „gerne mal einladen“, „nochmal persönlich reden“ etc. etc. Nach erfolgreichem Verlauf dieser Gespräche bei einer Zeitarbeit- und Vermittler-Firma hört man entweder von dieser nichts mehr, oder man erfährt nach ständigem telefonischen Nachhaken, dass es „wohl offenbar“ nichts geworden ist. Allgemeiner kann eine Antwort nicht mehr sein, oder?

Wie Fälle zeigen, gibt es sogar private Arbeitsvermittler, die Stellenangebote veröffentlichen, die Bewerbungen dann aber nicht selbst bewerten, sondern an einen weiteren Personaldientleister weiterschicken. Hat man das erstmal erfahren, kann es sein, dass dem letztgenannten Personaldientleister gar keine solche Stelle bekannt war und ist.

Es werden also massenweise gezielt Fake-Stellenangebote gemacht, damit die Personal-Industrie ihre Datenbanken füllen kann und ihr Brot verdient. Der Bewerber verpufft dabei Stunden und Tage an Arbeit, ohne etwas davon zu haben. Was der Sinn, insbesondere für die Personalindustrie dabei ist, erschließt sich auch hier noch nicht ganz. Vielleicht sind sie selbst vollkommen inkompetent?

Bundesagentur für Arbeit und Jobcenter spielen dieses Spiel eifrig mit; auf unsere Nachfragen und Berichte hin hat die Bundesagentur für Arbeit die betreffenden Personaldienstleister NICHT für die Jobbörse gesperrt und zeigte KEINERLEI Interesse an den Vorgängen.

Wir behalten uns vor, die Namen der Firmen demnächst hier zu veröffentlichen.

Als konstruktive Anregung für die Bundesagentur für Arbeit und die „Jop-Kenter“: Wie wäre es mit der VERMITTLUNG von Arbeit auf dem ERSTEN Arbeitsmarkt ohne Kopfgelder und Schein-Stellen? Geht nicht? Geht doch, sie müssten nur einen Industriezweig in die Schranken weisen.

Ein Gedanke zu “Die Verrottung des Arbeitsmarkts – Jobcenter kommen oft ihren Verträgen nicht nach

  1. Du zeigst in deinem Artikel m.E. die Spitze des Eisberges auf. Allein dieser sogenannte Eingliederungsvertrag zeigt auf, das die staatliche Struktur der BRD nicht mehr vorhanden ist. Ein Arbeitsloser Staatsbürger benötigt keinen Vertrag für die Vermittlung von Arbeit. Der „Vertrag“ eines Bürgers regelt sich in der Staatszugehörigkeit.
    „Die Staatsangehörigkeit, die der jeweilige Staatsbürger besitzt, ist das rechtliche Band zwischen dem Staat und seinem Staatsangehörigen“. ( http://www.stmi.bayern.de/buerger/staat/staatsangehoerigkeit/ )
    Stell dir vor, dein Haus brennt, die herbeigerufene Feuerwehr verlangt aber von dir die Unterzeichnung eines Vertrages, ohne die sie ansonsten nicht löschen werden.
    In dein Haus wurde eingebrochen, die Polizei legt dir einen Vertrag vor, ohne dessen Unterzeichnung sie keine Strafverfolgung aufnehmen wird.
    Da die BRD allerspätestens seit 1990 keine staatlichkeit mehr besitzt, versucht sie halt notgedrungen mehr und mehr ihr Verhältnis zum Bürger mit Verträgen abzusichern.

    Du schreibst „Bundesagentur für Arbeit und Jobcenter spielen dieses Spiel eifrig mit“. Du vergisst, das dieses „Spiel“ nicht von unten (langsam) gewachsen ist, sondern von oben (perGesetz) auf-gesetz-t wurde. Bundesagentur für Arbeit und Jobcenter sind das „Spiel“. Die ganzen verwaltenden Beamten/Angestellten in den „Spielstätten“ haben sich dieses „Spiel“ nicht ausgedacht. Auch ihnen wurden diese neuen „Spielregeln von oben auf-gesetz-t. Doch wer das „Spiel“ nicht mitspielt, fliegt halt einfach raus.
    Die ganzen verwaltenden Beamten/Angestellten im „dritten Reich“ haben dieses „Spiel“ mitgespielt und sind überwiegend unbeschadet in die BRD-Verwaltung übergewechselt. Desgleichen die ganzen verwaltenden Beamten/Angestellten in der DDR.
    Ich war gestern in meinem zuständigen Finanzamt. Ich kann schlüssig beweisen (auf 3 DIN A4 Seiten), das dieses Amt keine rechtliche Grundlage besitzt Steuern einzuziehen. Ich war damit bis zum Amtsleiter hoch, doch es war keiner bereit sich meine Beweislage in meiner Gegenwart durchzulesen….sie haben sich mit Händen und Füßen gewehrt, von dieser eventuellen Wirklichkeit Kenntnis zu erlangen. Allein der Empfang dieses Schreiben wurde mir bestätigt. ! Immerhin !
    Ist auch Verständlich, denn sobald sie öffentlich Kenntnis erlangen von einer Unrechtmäßigkeit in ihrem Zuständigkeitsbereich, müssen sie es „nach oben“ weitergeben. Sobald sie das tun fliegen sie aus dem „Spiel“, wie ein Püppchen bei Mensch ärgere dich nicht.
    An alle „Harzer“ : erkundigt euch über eure Rechte als Mensch und als Staatsbürger macht es kurz und knapp schriftlich, geht damit zu euren Sachbearbeitern und unterbreitet ihnen höflichs und freundlichst eure Rechtsunsicherheit. Bittet sie um Aufklärung. Lasst euch nicht abwimmeln, bleibt hartnäckig. Geht nicht raus ohne Empfangsbestätigung.
    Bei 8 Millionen erwerbslosen BRD -Bewohnern könnte das etwas bewirken.

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