Dann werd‘ doch selbst ein Staat

Dass Paul Poet in seinen acht Jahren nicht die sich politisch aufdrängenden und dringenden Beweggründe der staatlichen Selbstverwaltungen erkannt hat, tut mir zwar leid; interessant wird sein Film aber trotzdem sein. Dass die Süddeutsche das Thema schon in der Einleitung durch „Rebellen, Geschäftemacher und Glücksritter“ diffamieren muss, ist kein Wunder. Ganz als ob die BRD keine Menschenrechtsverletzungen begehen und überhaupt nicht aus allem Geschäft (ohne Auftrag) machen würde.

Süddeutsche.de vom 24.02.2012, 17:28

Wie geht Glück, Herr Poet?
Dann werd‘ doch selbst ein Staat

Kann man sich mit einer eigenen Welt selbständig machen? Das geht, sagt der Wiener Filmemacher Paul Poet. Mehr als 500 Do-it-yourself-Staaten soll es geben, Poet hat sechs dieser Mikronationen besucht. Getroffen hat er Rebellen, Geschäftemacher und Glücksritter.

Da gibt es etwa Sealand – eine Plattform aus dem Zweiten Weltkrieg im Meer vor Großbritannien, die einst der Radiopirat Roy Bates kaperte. Mittlerweile ist es ein selbsternanntes Fürstentum mit eigener Passkontrolle. Oder die Provinz von Hutt River in Australien: Ihr Monarch ist nicht nur Touristenattraktion, sondern unterhält auch noch eigene Botschaften. Wieder andere wollen mit Hilfe von Großinvestoren schwimmende Städte auf dem Meer errichten, die von jeglichen Regeln befreit sind. Es geht um sogenannte Mikronationen. Manche von ihnen gebärden sich wie kleine Staaten, einige beteuern gar, dass sie offiziell anerkannt seien, andere ringen vergeblich um Akzeptanz und wieder andere sind sich selbst genug.

Acht Jahre lang hat der Filmemacher Paul Poet diese Gegenwelten besucht, deren Spektrum politisch von ganz links bis ganz rechts reicht. Sechs von ihnen porträtiert er nun in seinem Film „Empire Me – der Staat bin ich!“ Poet, der übrigens versichert, dass sein Nachname kein Künstlername sei, wurde einst mit seinem Film über das „Ausländer raus!“-Containerprojekt von Christoph Schlingensief bekannt.

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