Warum S21 Steuerveruntreuung und Dreck ist

Wer behauptet, S21 wäre demokratisch entschieden, macht sich nur selbst lächerlich. Selbst wenn man annimmt, dass zur Zeit der Entscheidungsfindung alle Menschen informiert wurden und sich dagegen aussprechen konnten, dann ist S21 heute trotzdem noch nicht demokratisch, denn die Kosten entsprechen wohl kaum noch den damals angegebenen. Sogar die „Volksabstimmung“, die keine Abstimmung sondern tatsächlich nur eine Befragung war, rechtfertigt den jetzigen Kostenstand nicht.

Ein Beispiel: Ich gehe in eine Bäckerei; ein Brot ist mit 2,50 EUR ausgeschildert und als ich es nehme, sagt die Verkäuferin: „Das wären dann 6 Euro“. Sie rechtfertigt das damit, dass in der Zwischenzeit der Mehlpreis und die Personalkosten etc. etc. gestiegen sind.

Dann muss ich hier auch keinen Vertrag rückgüngig machen* (wie es viele S21-Gegner wollen, und deswegen bin ich auch den S21-Gegnern kritisch gegenüber), sondern der Vertrag konnte einseitig nicht erfüllt werden. Mir steht es dann frei, mit der Verkäuferin zu feilschen, mich also auf ihre haarsträubende Begründung einzulassen, oder den Vertrag für nichtig zu bewerten. Kündigen muss ich hier gar nichts, denn SIE, die Verkäuferin erfüllt den Vertrag nicht.

*Wenn man so einen Vertrag kündigen will, erkennt man ihn ja an! Schön blöd.

S21 ist ein Immobilienspekulationsprojekt, das der Bahn bei ihrem Börsengang helfen soll; es istSteuerveruntreuung; es ist respektlos der Natur gegenüber, und respektlos den normalen, steuerzahlenden Menschen gegenüber. Mappus kann S21 doch haben, nur sollte er so ehrlich sein und es dann auch privat finanzieren, also z. B. indem er die Fahrpreise von 3 Euro auf 300 Euro anhebt. Dann könnte es doch klappen^^ Die Bäume muss er dann aber trotzdem stehen lassen.

Wer allerdings auf der einen Seite weiterhin brav Steuern zahlt, und auf der anderen Seite für den Kopfbahnhof (K21) demonstriert, dem ist auch nicht mehr zu helfen. (Stichwort: Heuchelei.)

4 Gedanken zu “Warum S21 Steuerveruntreuung und Dreck ist

  1. Die Ausführungen zu dem Brotverkaufsvertrag sind rechtlich leider vollkommen falsch.

    Der Vertrag könnte von der Bäckerei natürlich erfüllt werden, denn die Bäckerei schuldet ja nur die Übergabe des Brotes. Das Geld schuldest DU.

    Vielleicht kommt mangels Einigung über wesentliche Vertragsmerkmale kein Vertrag zustande, aber das ist etwas ganz anderes als ein nichtiger Vertrag,

    Übrigens besteht ein Vertrag entweder objektiv oder objektv nicht. Ob Du ihn anerkennst, spielt keine Rolle.

    Wegen dieser vielen Ungereimtheiten schon zu Beginn habe ich den Rest des Beitrages leider nicht mehr gelesen,

    • Wieso schulde ich denn das Geld? – Ich schulde nur 2,50 EUR wie der Preisaushang war. Meine Willenserklärung galt dem Tausch: Brot gegen 2,50 Bucks und nichts anderes.
      Der Vertrag könnte von der Bäckerei erfüllt werden, indem sie mir das Brot trotz allem für den ausgeschriebenen Preis geben. Tun sie dies nicht, ziehe ich meine Willenserklärung zurück und der Vertrag ist nicht zustande gekommen.
      Dass Du falsch liegst, sieht man schon am täglichen Leben. Ich möchte nicht in der Haut der Verkäuferin stecken, wenn sie mir sagt, es seien statt 2,50 auf einmal 6,00 EUR.

      • Natürlich schuldest Du nur 2.50 EUR falls ein Vertrag zustande gekommen ist.
        Aber das führt nicht zur Unmöglichkeit der Leistungserbringung der Bäckerei.

        Übrigens glaube ich nicht, daß man Willenserklärungen „zurückziehen“ kann.

        Ganz abegesehen davon ist natürlich der ganze Vergleich murks, weil Du ja kein Vertragspartnr bei S21 bist.

        • Es ist für mich auch gar nicht wichtig, meine Willenserklärung zurückzuziehen, denn ich will das Brot ja für 2,50. Nur halt nicht für 6,00. Wichtig zu sagen war mir nur, dass man so einen Vertrag nicht kündigen muss, denn dann würde man ja anerkennen, dass er bereits zustande gekommen ist.
          Der Vergleich ist kein Murks, weil der Steuerzahler blechen soll. Er hat zwar seine Unterschrift nirgendwo gegeben, aber (angeblich, Behauptung der Politik) hat der Steuerzahler bzw. das „Volk“ ja seinen Handlungsauftrag an („deomkratisch gewählte“) Politiker gegeben, und diese widerum schließen diese Deals ab. So ein Mappus hat aber nur dann einen Auftrag, wenn es bei dem Kostenstand bleibt, der zu der Zeit galt, als er gewählt wurde. – Okay hier beißt sich die Ratte in den Schwanz. Letztlich hat niemand einen Auftrag vom Volk, aber alle geben das Geld der Steuerzahler aus, und die Steuerzahler lassen es sich auch noch gefallen.😀

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