Europa vor dem Abgrund – Wie sicher ist unser Geld?

Europa vor dem Abgrund – wie sicher ist unser Geld? Beckmann vom Donnerstag, 27.10.2011.

Am Tag nach dem Billionen-Gipfel in Brüssel diskutieren Börsenexperte Dirk Müller, Ex-Finanzminister Theo Waigel, Wirtschaftsminister Philipp Rösler, Universitätsprofessor Franz Hörmann, Andreas Neukirch (Vorstand der GLS Bank) sowie Chiemgauer-Gründer Christian Gelleri die Erweiterung des Rettungsschirms und beantworten Zuschauerfragen zur Euro-Krise.

Theo Waigel (Ex-Bundesfinanzminister, CSU)
Er gilt als „Vater des Euro“: Als Finanzminister im Kohl-Kabinett unterzeichnete Theo Waigel 1992 den Maastrichter Vertrag über die Währungsunion und vertrat die strikte Einhaltung von Stabilitätskriterien – eine Haftung für die Schulden anderer Staaten war ausgeschlossen. Heute, zwei Jahrzehnte später, bewilligen Europas Regierungschefs immer neue Rekordsummen, um den Euro zu retten. Ist das Finanzsystem außer Kontrolle geraten?

Philipp Rösler (FDP-Vorsitzender und Bundeswirtschaftsminister)
Findet die Koalition einen Weg aus dem Chaos? Als einer der ersten im Kabinett von Angela Merkel dachte FDP-Chef und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler laut über eine Insolvenz Griechenlands nach – und erntete dafür scharfe Kritik nicht nur von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Die FDP-Spitze unterstützt die neuen Euro-Rettungspläne – doch an der Parteibasis kämpft Rösler um Zustimmung. Voraussichtlich noch in diesem Jahr wird es einen Mitgliederentscheid geben, der die Koalition kippen kann: Soll es weitere Hilfsmaßnahmen für verschuldete Staaten geben?

Dirk Müller (Börsenexperte)
Er gilt als Deutschlands bekanntester Börsenexperte: Für Dirk Müller ist die Euro-Rettung eher eine Banken-Rettung, die den Steuerzahler womöglich teuer zu stehen kommt. Der frühere Börsenmakler erwartet das Ende des bestehenden Finanzsystems mit gravierenden Folgen für alle Bürger. Was müssen Sparer jetzt beachten? Welche Anlagen lohnen sich noch? Und was wird aus Lebens- und Rentenversicherungen von Millionen Deutschen?

Außerdem sind zu Gast:
Prof. Franz Hörmann, Professor für Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen an der Universität Wien
Andreas Neukirch, Vorstand GLS-Bank
Christian Gelleri, Geschäftsführer „Regios eG“ und ehem. Wirtschaftslehrer
Dr. Günter Hörmann, Geschäftsführer Verbraucherzentrale Hamburg

2 Gedanken zu “Europa vor dem Abgrund – Wie sicher ist unser Geld?

  1. Geld ist nie sicher. Es hat auch nicht sicher zu sein. Im Gegenteil, es muss fließen. Wenn: Geld = Information, dann könnte man daran die Paradigmen der Informationsfreiheit knüpfen.
    Die korrekte oder zumindest präzisere Frage wäre: Wie sicher ist der Wert unseres Geldes. Eben dieser war noch nie sicher. Manche Systeme profitierten von niedrigen Werten, andere von hohen. Wie wandelbar ist unser System also / sind wir also? Können wir uns anpassen? Viel entscheidender … wäre es richtig ein System nach den Präferenzen des Geldwertes auszurichten (nichts anderes als Informationswert) oder sollte Geld nicht viel mehr ein Mittel sein um den Zweck der Zielerreichung (Werteerhalt und -schaffung [Gesundheit, Sicherheit, Bildung und Forschung, Industrie …) von Systemen (hier Gesellschaft, Gemeinschaft) zu sichern? Ich kann mir nicht vorstellen, das einer der Herren eine Antwort auf die Finanzprobelme geben kann. Einige möchten auch nicht. Es könnten ja bestehende Machtstrukturen zerfallen.
    Ich finde allerdings die Ausführungen von Herrn Müller zu den Zinsen, respektive dem Zinseszins (wenngleich inzwischen etwas redundant) immer wieder hörenswert. Er bleibt jedoch konkrete Lösungsskizzen schuldig.

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