Re: Kann ein Stein ein Haus kaufen?

Auch ich bin vor einigen Monaten auf die Essenz “Kann ein Stein ein Haus kaufen” der Aktion Kehrwoche (Klaus Müller) aufmerksam geworden. Nach einem Vortrag im Oktober 2010 der LICHTKERN Stiftung lernte ich Klaus Müller persönlich kennen. Schon damals waren die Antworten auf die Rückfragen während und nach dem Vortrag sehr harsch. In einem anschließenden Schriftverkehr bestätigte sich die unpersönliche Umgangsweise.

In der Zwischenzeit bin ich zu meinen eigenen Schlüssen gekommen, die ich hiermit weitergebe. Monate sind verstrichen, unzählige Informationen hinzugekommen, so dass ich auf keinen Fall aus einem Gefühlssturm heraus handele. Die Kritik an Klaus Müllers Text entsteht aus dem Respekt vor ihr, nicht aus anderen, niedrigeren Motiven heraus. “Schwer nachvollziehbar? Ist aber so!” :D

1. Bereits in der Überschrift ist der erste Irrtum versteckt: Ein Mensch ist kein Stein. Niemals. Egal welche Verwaltungs- oder Rechtskonstrukte ihn täglich umgeben und beeinflussen. Ein Mensch ist immer ein Mensch, und zwar eigentümlich frei, er wird frei und unabhängig geboren (nach J.F.K.). Außerdem, ganz banal, man sieht schon optisch am Bild oben. Menschen sehen ganz anders aus als Steine, oder?

2. Die PSE führt, wenn man es sich finanziell leisten kann, durchaus zu mehr Unabhängigkeit, Eigenverantwortung, Freiheit. Eine PSE kann jedoch genauso am Ziel vorbei gehen, wenn man sich über die Konsequenzen nicht im Klaren ist. Warum die PSE überhaupt eine so tolle Erfindung sein soll, wird indes nicht klar, da man die Vorteile ja auch ohne PSE haben kann, wenn man das Gesetz erfüllt, anstatt es abzulehnen. Wenn sich jemand über den Rechtsstatus Deutschlands im Klaren ist und damit umgehen kann, wozu braucht er dann noch eine PSE?

3. Ein weiterer Irrtum: Der Personalausweis sagt nicht, dass ICH eine juristische Person BIN, sondern dass mir (mir, dem fantastischen Induviduum) eine juristische Person auferlegt bzw. gegeben wurde. Sie gehört mir jedoch nicht.

Demnach kann man auch nicht zu dem Schluss kommen, dass ich eine “organlose, rechtsfehlerhafte Sache” sei. Die juristische Person, belegt durch den Personalausweis und die Geburtsurkunde, hat sicher nur “Schein-Rechte”; genauso ist es aber auch mit den von Herrn Müller betitelten “Real-Rechten”: Aufforderungen zur Zahlung von Steuern, Abgaben, Gebühren, Bußgeldern, Zwangsmitgliedschaften (IHK) usw. betreffen immer nur die juristische Person. Der Nachweis hierzu wird durch diverse Gerichtsverfahren gegeben, die nach Vorlage der Geburtsurkunde und Juristitionsfrage einfach eingestellt wurden, weil der Mensch nicht “in personum” (jur.) erschien und somit mit seinem Anteil an der Verschleppung der Staatsinsolvenz durch seine Pro-Kopf-Verschuldung nicht teilgenommen hat. Er war präsent und hat die Juristition “BRD” nicht freiwillig berührt und nicht unwissenderweise daran teilgenommen. – Die BRD ist dem Deutschen Volk gegenueber ein Fremdkörper, vergleichbar mit den UNITED STATES und der Bevölkerung dort. “Willkommen zu McDonald’s, darf ich ihre Bestellung aufnehmen?” ist vergleichbar mit, “Guten Tag, Personenkontrolle. Darf ich bitte ihren Ausweis sehen?”

Personalausweis und Geburtsurkunde gehören mir nicht. Weder bin ich Besitzer noch Eigentümer. Die dahinterstehende Treuhand habe ich nicht erstellt. – Warum sollte man also etwas ändern, was einem nicht gehört?

4. Die PSE beruft sich auf BGB §667 aus dem Jahr 1917 des Deutschen Reiches. Was hat das Deutsche Reich mit der BRD zu tun? Die BRD ist ein Konstrukt, das nichts mit dem Deutschen Reich zu tun hat, sie ist kein Rechtsnachfolger. Es geht dabei um zwei verschiedene Personen und bei keiner von beiden bin ich ein Rechtsteilnehmer. Habe ich etwas unterschieben, um das belegen zu können? Bei der Unterschrift zum Personalausweis habe ich nirgendwo sämtlichen Bedingungen der BRD oder sonst einer Institution, NGO, etc. pp. zugestimmt.

Ich gehe auch nicht zu Burger King, hole mir kostenlos Pommes (und alle Rechte und Pflichten die daraus entstehen, Zivilrecht) ab und beschwere mich bei McDonalds, dass sie kalt geworden sind!

Was ist besser: Der Versuch, ein völlig kaputtes Zivilrecht zu verbessern, was nicht geht, weil die Staatsverschuldung dabei nicht abnimmt, oder auf die Menschenrechte (nach Völkerrecht) zu bestehen, und die Staatsverschuldung abzulehnen?

“Danke fuer das Angebot über kalte, genmanipulierte Pommes Frites, aber ich habe mein eigenes Mittagessen mitgebracht.”

Die Hauptfrage, die meine Ansichten von denen von Klaus Müller unterscheiden, ist: Hat ein Mensch von Geburt an (wegen mir auch von seiner Verkörperung an) freiheitliche Merkmale, und wie sehr beeinträchtigen ihn diese durch umgebende sogenannte “Gesetze”, “Verordnungen”, Rechtskonstrukte usw.?

Ein Mann lässt sich von einer Verwaltungseinheit nicht so weit biegen, auch in einer Bananenrepublik nicht, dass er als einzigen Weg die Personenstandserklärung sieht. Und wir haben in Deutschland die Situation, dass eigentlich nichts mehr legal abläuft. Warum nutzt Herr Müller diese Situation nicht? Eine PSE kann man doch auch nicht verkaufen, was bringt es ihm dann, diese als Religion anzubieten?

Warum verfährt sich Herr Müller so sehr in dem Glauben, dass ein Mensch eine Sache und Kriegsbeute ist?

Da ich davon ausgehe, dass Herr Müller schon lange keine Sache mehr ist, dass er eine PSE zusammen mit seinem Personalausweis abgegeben hat, frage ich mich: Was hat er oder die Stiftung bisher für die Allgemeinheit bewirkt (nicht für sich selbst):

a) Hat er den Rechtsstatus Deutschlands erkannt, hat er z. B. eine gesamtdeutsche Verfassung und einen Friedensvertrag ausgearbeitet oder dazu Weichen gestellt?

b) Hat er sich ein Konzept überlegt, wie das Deutsche Volk hierüber erfahren und abstimmen kann? Stichwort “selbstorganisierter Volksentscheid”.

c) Was hat er dafür getan, dass Überwachungsmaßnahmen (INDECT) nicht weiter fortschreiten?

d) Kann Herr Müller frei wählen, bei der anstehenden Landtagswahl z. B. zwischen “Okay”, “besser”, “super” und “gut”, oder auch weiterhin nur zwischen “Dreck”, “Mist” und “Scheiße”? Wenn ich davon ausgehen soll, dass Herr Müller gar nicht zur Wahlurne geht, dann darf ich ihm ruhigen Gewissens unterstellen, dass er “Mist”, “Dreck” und “Scheiße” selbst sogar unterstützt! Solange dieses Wahlrecht akzeptiert wird, ist das so. Denn es wird wohl keine Kartei für diejenigen geben, die eine PSE abgegeben haben, und somit wird seine Stimme aus der Gesamtsumme der Wahlberechtigten nicht herausgerechnet. Besonders diese Frage zeigt: Es ist eben komplizierter als einfach eine PSE abzugeben. Solange die Mehrheit dieses Wahlrecht annimmt, seine Funktionsweise und seine Ergebnisse, solange agieren alle Möchtegern-Aussteiger aus dem System sogar als Unterstützer des Systems! Erst wenn eine Mehrheit nicht mehr zur Wahl geht und die Ablehnung des Systems offensichtlich wird, ist es egal, wie sich ein einzelner (egal ob mit oder ohne PSE) sich verhalten hat.

Für mich klar ist: Herr Müller rettet nur sich selbst. Sonst gar nichts. Das ist schade, wenn man die vielen Jahre betrachtet, die er auf der Informationssammlung war. Meinen letzten Informationsn nach sammelt er weiterhin Geld und Sachgüter für die Lichtkern-Stiftung. Komisch.