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Einladung zum Vortrag am 9. Mai 2013 – Ursachen der Finanzkrise
Wir laden ein zum Vortrag…
Wie funktioniert Geld und der Geldschöpfungsprozess?
Bewusstsein und Verantwortung.
Cornelius Butz, Edelmetallhändler aus Stuttgart, erklärt an diesem Abend die Funktionsweise des Geldsystems, den Prozess der Geldschöpfung und beleuchtet die wahren Ursachen der Finanzkrise, die auch eine Bewusstseinskrise darstellt. Wie kann der Einzelne diesem undurchsichtigen Moloch verantwortungsvoll und mit Zuversicht begegnen?
* Datum: Donnerstag 09.05.2013, 19:00
* Ort: Restaurant Graf Zeppelin, Plochinger Str. 20, 73730 Esslingen
* Einlass ab 19:00, Beginn 19:30, Dauer ca. 60-90 Minuten
* Unkostenbeitrag 3,00 EUR pro Person, ohne Anmeldung 5,00 EUR
* Anmeldung: Begrenzte Sitzplätze! Wir bitten deshalb um Anmeldung mit Nennung der Teilnehmerzahl über dieses Formular.
* Sie erhalten in jedem Fall eine Bestätigung.
Eine Veranstaltung von Klardenker-Treffen Esslingen.
Der größte Raubzug der Geschichte – Friedensnobelpreis für die EU^^
Die Autoren des Bestsellers Der größte Raubzug der Geschichte, Marc Friedrich und Matthias Weik, warnen vor einem baldigen Kollaps des Finanzystems. Der Euro stehe vor dem Scheitern. Zu Gast beim DAF Fernsehen. Die Gesprächsteilnehmer thematisieren nicht nur den Euro, sondern auch das zinabasierte Geldsystem als grundsätzlich nicht reparierbar. Quizfrage: Kann man ein kaputtes System noch retten, oder sollte man es endgültig vor die Wand fahren lassen?
Benedikts Erbe: Die dubiosen Geschäfte der Vatikanbank – Monitor Nr. 644 vom 21.02.2013
Übrigens: Was der Vati-kan kann die Mutti schon lange^^
Der überraschende Rücktritt von Papst Benedikt XVI. hat weltweit zu wildesten Spekulationen Anlass gegeben. Von körperlicher Schwäche und Grabenkämpfen im Vatikan ist die Rede. Doch kaum einer blickt auf den Ort, der möglicherweise eine wichtige Rolle bei seinem Rücktritt gespielt hat: die Vatikanbank. Noch immer ist sie offenbar ein Hort von Geldwäsche und Schmiergeldzahlungen. Alle Versuche, Geschichte und Gegenwart aufzuarbeiten, sind bislang gescheitert – am internen Widerstand in der Kurie. Erst jüngst hat der Europarat der Vatikanbank mangelnde Transparenz und zu wenig Aufklärungswillen bescheinigt. In den letzten Tagen von Benedikts Amtszeit wurde jetzt noch hastig ein Deutscher zum neuen Chef ernannt – doch Insider bezweifeln, ob er wirklich rücksichtslos aufklären wird. [zum Beitrag] Bericht: Jochen Leufgens, Udo Gümpel, Monika Wagener.
“Die Postwachstumsökonomie” – Interview mit Prof. Dr. Niko Peach
Zur Person: Prof. Dr. Niko Paech, geb. 1960, Studium der Volkswirtschaftslehre in Osnabrück; derzeit Vertreter des Lehrstuhls für Produktion und Umwelt (PUM) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Gründungsmitglied und Vorstandssprecher (2006 – 2008) des Oldenburg Center for Sustainability Economics and Management (CENTOS); TV-Moderator im Lokalfernsehen (Oldenburg) im Bereich Nachhaltigkeitskommunikation; Vorsitzender der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ); Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von ATTAC, des Fachbeirates des Regiogeld-Verbandes und des PostFossil Instituts (PFI)
Letzte Woche hatte ich auf dem Geldkongress „Macht Geld Sinn“ die Möglichkeit, ein ausführliches Gespräch mit Herrn Prof. Dr. Niko Paech über alternative Wirtschaftswege zur dauerhaften Krisenüberwindung, zu führen.
Herr Prof. Peach erklärte hierbei die Grundzüge seiner Idee einer Postwachstumsökonomie, die er als „Nachhaltigkeit für Fortgeschrittene“ bezeichnet. Er spricht darüber, warum es seiner Ansicht nach kein „nachhaltiges Wachstum“, auch nicht im Bereich der erneuerbaren Energien, geben kann und weshalb er den sogenannten „Green New Deal“ nur für eine weitere Konjunkturspritze hält.
Auf die Frage hin, ob er es als sinnvoll erachtet, Geld ganz abzuschaffen, plädiert Prof. Paech dafür, einfach durch gemeinschaftliche Eigenversorgung und Tausch etwas geldunabhängiger zu werden. Neben der von ihm befürworteten Auflegung von Regionalgeldern, empfiehlt er, hierzu gleichzeitig das Vollgeldsystem einzuführen, um das Schuldgeldsystem und die Geldschöpfung durch Kreditvergabe der Geschäftsbanken abzulösen. Die Verbindung dieser beiden alternativen Ideen empfinde ich persönlich als sehr spannend.
Später geht es in dem Gespräch um die Frage, was das Glück der Menschen ausmacht, wie und ob sich dieses steigern lässt und was Wohlstand überhaupt bedeutet. Mein Gesprächspartner geht hierbei davon aus, dass (auch) persönliches Glück nicht ständig weiter steigerbar ist. Er sagt: „Der Feind des Guten ist immer das Bessere.“ Daher sollte sich, auch in diesem Zusammenhang, vom Wachstumsparadigma verabschiedet werden. Wohlstand bedeutet in diesem Sinne nicht nur frei verfügbare Zeit, sondern auch die Fähigkeit, in dieser Zeit alle Tätigkeiten mit größtem Lustgewinn durch Ausschöpfung des Gegebenen und mit entsprechender Wertschätzung zu vollziehen. Prof. Paech bezeichnet dies als Suffizienz, welche ihm zufolge die eleganteste Form des Wegs zum „aufgeklärten Glück“ darstellt. Dazu taugen auch Erfolgserlebnisse durch weitgehende Selbstversorgung in einer Gemeinschaft, denn hierdurch ist erst wirkliche Freiheit, Souveränität und Unabhängigkeit in einer arbeitsteiligen Gesellschaftsform möglich (Subsistenz).
Von alternativen Wohlstandsindizes zum BIP, beispielsweise dem in Bhutan existierenden Maßstab des „Bruttonationalglücks“ hält Prof. Peach nicht sehr viel. Er geht aber davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit der Einführung solcher neuer Indizes recht hoch ist. Dies geschehe vermutlich auch aus dem Grund, damit die entsprechende Enquete Kommission des Bundestags augenscheinliche Erfolge vorweisen könne, diese aber keine wirklichen Veränderungen bringen würden.
Hiernach wird die Gleichung aufgestellt, dass sich aus moderner urbaner Subsistenz, gepaart mit Suffizienz, die sogenannte Resilienz ergibt.
Für den geneigten Laien und Liebhaber von klaren Worten klingen diese Begriffe möglicherweise zunächst wie unnötiges Fachchinesisch, jedoch zählt Prof. Paech nicht zu den Menschen, die probieren, sich möglichst kompliziert auszudrücken. Er erklärt die genannten Ansätze ausführlich und sieht in den Begrifflichkeiten eher eine Erleichterung zur verkürzten Darstellung eines komplexen Themengebiets. Als ich erstmals im Juni 2011 einem Vortrag von ihm zu seinem Ansatz der „Postwachstumsökonomie“ in Frankfurt hörte, empfand ich es als Anreiz, Zuhause erstmals diese drei Begriffe nachzuschlagen. Hier die Kurzdefinitionen von Wikipedia:
Die Subsistenz (spätlat. subsistentia „Bestand haben“) – eigentlich: Selbständigkeit, Durch-sich – bezeichnet ein philosophisches Konzept, bei dem sich das Bestehende aus sich selbst erhält. Subsistenz wird ebenfalls für selbst erhaltenden Lebensunterhalt (Subsistenzwirtschaft) verwendet.
Suffizienz (von lat. sufficere – ausreichen) steht in der Ökologie für das Bemühen um einen möglichst geringen Rohstoff- und Energieverbrauch. In der praktischen Nachhaltigkeitsdiskussion wird Suffizienz komplementär zu Ökoeffizienz und Konsistenz gesehen. Es wird im Sinne der Frage nach dem rechten Maß sowohl auf Selbstbegrenzung, Konsumverzicht oder sogar Askese, aber auch Entschleunigung und dem Abwerfen von Ballast gebraucht.
Resilienz (von lateinisch resilire ‚zurückspringen‘, ‚abprallen‘, deutsch etwa Widerstandsfähigkeit) beschreibt die Toleranz eines Systems gegenüber Störungen.
Diese resiliente, also krisensichere und stabile Versorgung ist (der o.g. Gleichung folgend) zu erreichen, indem so wenig wie möglich gebraucht wird und hiervon so viel wie möglich selbst gemacht werden kann.
Anschließend erklärt Prof. Paech, warum seiner Ansicht nach, entgegen aller kritischen Stimmen, die Senkung des CO2-Ausstosses der Menschheit erreicht werden müsse und warum dieses Thema nicht mehr auf der Hauptagenda des Klimagipfels in Rio im Juni 2012 zu finden sei.
Die Gefahr einer Ökodiktatur durch die Schaffung einer „Weltumweltbehörde“, als Teil einer Weltregierung, sieht Prof. Peach nicht als gegeben, da bei tatsächlicher Schaffung einer solchen Behörde diese eher ein weiterer bürokratischer Papiertiger sei. Ob man in seiner Forderung zur Schaffung eines „zweiten CO2-Kontos jedes Menschen“ mit einem präferierten Jahreskontingent pro Erdenbürger von optimalerweise 2,7 t, ökodiktatorische Züge sehen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Wenn ich an unser Brüsseler Bürokratiemonster und die – jeweils in nationales Recht umzusetzenden – Richtlinien denke, sähe ich persönlich schon deutliche Gefahren für die Freiheit des Einzelnen.
Da der seit vierzig Jahren ersehnte, freiwillige Bewusstseinswandel der Menschheit zum weiteren Erhalt der eigenen Spezies nicht stattfindet, benötigt es Prof. Paech zufolge einfach schicksalhafter Begebenheiten wie der Finanzkrise und Peak Oil. Ob die Finanzkrise wirklich schicksalhaft über uns hereingebrochen ist, soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden
. Ob wir bereits am Fördermaximum von Erdöl angekommen sind, weiß ich nicht. Aber ich stimme Herrn Prof. Paech darin zu, dass Menschen immer erst eine Hürde zu nehmen haben, bevor sie Veränderungen herbeiführen. Das mit der Freiwilligkeit ist tatsächlich so eine Sache, denn Menschen lieben es von Natur aus bequem.
Am Ende unseres Gesprächs geht es um eine Bodenreform im Rahmen eines erneuten Lastenausgleichs und ein Bürgergeld als Alternative zum viel diskutierten „bedingungslosen Grundeinkommen“.
Auch wenn ich persönlich nicht allen Ansätzen von Herrn Prof. Peach zustimmen kann, empfinde ich viele Denkansätze seiner Postwachstumsökonomie als sehr interessant und sinnvoll.
Ich wünsche viel Spaß mit dem Beitrag und bedanke mich ganz herzlich bei Herrn Prof. Dr. Niko Paech für seine Gesprächsbereitschaft, trotz seines sehr begrenzten Zeitrahmens auf der Konferenz. Vielen Dank auch Helmut für seine Hilfe.
Ihre
Julia Jentsch
Quellen: rasendereporterin.de und cashkurs.com
Goldman Sachs – Eine Bank lenkt die Welt (arte)
arte | Dienstag, 04.09.12 | 20:15 – 21:30 (75 Min.) | Regie: Jérôme Fritel, Marc Roche | Themenseite bei arte
Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs ist in den letzten Jahren zum Symbol für Maßlosigkeit und ausufernde Spekulationen im Finanzbereich geworden. Ihre Geschäfte mit der Zahlungsunfähigkeit amerikanischer Privathaushalte haben sie zwar an den Rand des Bankrotts gebracht, aber letztlich wurde sie dank ihrer politischen Verbindungen vor dem Aus bewahrt. Auch gegen den Euro soll Goldman Sachs spekuliert haben und an der Wirtschaftskrise Griechenlands nicht unbeteiligt sein. Der Dokumentarfilm gibt Einblicke in die Mechanismen der finanziellen und politischen Machenschaften der Bank.
Seit fünf Jahren steht die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs für sämtliche Exzesse und Entgleisungen der Finanzspekulation. Durch hochspekulative Geschäfte mit der Zahlungsunfähigkeit der amerikanischen Privathaushalte konnte sich die Bank an der aktuellen Finanzkrise bereichern und wurde dank ihrer politischen Verbindungen selbst vor dem Bankrott bewahrt. Als die amerikanische Krise über den Atlantik nach Europa schwappte, wurde Goldman Sachs zu einem der Protagonisten der Euro-Krise: Die Bank soll gegen die europäische Einheitswährung spekuliert und die griechische Staatsschuldenbilanz mit Hilfe komplexer und undurchsichtiger Währungsgeschäfte geschönt haben. Als die europäischen Regierungen nacheinander dem Zorn der Wähler zum Opfer fielen, nutzte Goldman Sachs die Gunst der Stunde, um ihr komplexes Einflussgeflecht auf den alten Kontinent auszuweiten.
Goldman Sachs ist mehr als eine Bank. Sie ist ein unsichtbares Imperium, dessen Vermögen mit 700 Milliarden Euro das Budget des französischen Staates um das Zweifache übersteigt. Sie ist ein Finanzimperium auf der Sonnenseite, das die Welt mit seinen wilden Spekulationen und seiner Profitgier in ein riesiges Kasino verwandelt hat. Mit weltweit einzigartigen Verflechtungen und einem Heer aus 30.000 Bankern konnte Goldman Sachs auch in den letzten fünf Krisenjahren kräftige Gewinne einstreichen, seine Finanzkraft weiter ausbauen, seinen Einfluss auf die Regierungen stärken und sich vonseiten der amerikanischen und europäischen Justiz völlige Straffreiheit zusichern.
Das Geschäftsgebaren der Bank ist überaus diskret. Ihr Einfluss reicht weit in den Alltag der Bürger hinein – vom Facebook-Börsengang über die Ernennung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank bis hin zum Lobbying gegen die Regulierung des Finanzsektors. Der Arm der Bank ist lang, und sie befindet sich stets auf der Gewinnerseite.
Der Dokumentarfilm von Jérôme Fritel und Marc Roche, Wirtschaftsjournalist bei der französischen Tageszeitung “Le Monde” und Autor des Bestsellers “La Banque”, dringt in die Schaltzentrale des Imperiums vor, das weder Grenzen noch Einschränkungen kennt und die westlichen Demokratien auf gefährliche Art unterwandert. Ehemalige Mitarbeiter von Goldman Sachs, die anonym bleiben wollen, Angestellte konkurrierender Banken, Vertreter der öffentlichen Hand sowie Spitzenpolitiker, Wirtschaftswissenschaftler und Spezialisten geben erstmals Einblick in die Mechanismen der finanziellen und politischen Allmacht dieser Bank.
Dirk ‘Mr. DAX’ Müller – Interview im ORF III vom 17.05.2012
Eines der besten Interviews, was auch an dem Redakteur liegt. Warum schaffen ARD und ZDF nicht, was der ORF kann?
ORF III, 17.05.2012 21:50
Staatsschulden-, Euro- und Finanzkrise. Seit 2007 liest, hört und sieht man diese Themen ständig. In der Informationsflut droht man den Überblick zu verlieren. Woher kommt die Macht der Ratingagenturen, wer tätigt wie Spekulationsgeschäfte, wie funktioniert unser Geldsystem und was kann der Bürger tun um sein Hab und Gut durch die Krise zu bringen? Im ganzen Interview mit dem Finanzexperten Dirk Müller, alias Mr. Dax, geht ORF III-Chefredakteur Christoph Takacs den Hintergründen dieser Krisen nach.
Ohne Zins und Zinseszins – Nachhaltige Finanzsysteme
“Wenn ein System nicht funktioniert, muss ich den Fehler suchen.” Ohne Zins und Zinseszins – Nachhaltige Finanzsysteme. Sendung von SAT 1 Bayern. Im Studio ist Prof. Dr. Christian Kreiß, vorgestellt wird auch die Regionale Wirtschaftsgemeinschaft München eG
Der große Euro-Schwindel (ARD)
Der große Euro-Schwindel – Wenn jeder jeden täuscht – Die Story im Ersten
Verona, im Frühjahr 1996. Theo Waigel, damals deutscher Finanzminister schaut seinen griechischen Amtskollegen, Yannos Papantoniou, erstaunt an: “Ihr seid nicht dabei und werdet nicht dabei sein.” Auf dem EU-Finanzministertreffen hatte Papantoniou plötzlich gefordert, dass auch griechische Buchstaben auf die Banknoten gedruckt werden. “Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass Griechenland mit seinen Zahlen in absehbarer Zeit Mitglied werden würde”, erzählt Waigel. Doch Papantoniou bleibt bei seiner Forderung und schlägt Waigel eine Wette vor: Griechenland werde den Euro bekommen.
Heute – nach nur zehn Jahren ist Europas historisches Gemeinschaftsprojekt in Gefahr. Wie konnte das passieren? Trägt nur Griechenland die Schuld?
Erstmalig werden die folgenschweren Fehlentscheidungen in der Frühphase des Euro in einer umfassenden Dokumentation aus der sehr persönlichen Sicht der Handelnden erzählt. Der Film ist mehr als eine spannende Chronik weltgeschichtlicher Ereignisse. Mit großem Rechercheaufwand rekonstruiert Michael Wech in der Dokumentation, wie sich Europas Politiker gegenseitig täuschten. Nahezu alle verantwortlichen Finanzpolitiker in Deutschland, Griechenland und Brüssel sprechen offen über die wilden Anfänge der Währung, darunter u. a. die beiden ehemaligen Bundesfinanzminister Theo Waigel und Hans Eichel, der aktuelle Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der langjährige Chef der Eurogruppe Jean-Claude Juncker, der frühere Bundesbankchef Hans Tietmeyer, sowie der damalige Finanzminister Griechenlands, Yannos Papantoniou.
Die Dokumentation blickt hinter die Kulissen und stellt ernüchternd fest: Die Krise des Euro ist eine Geschichte von Betrug und Selbstbetrug – aller Mitglieder, auch der Deutschen.
Als Griechenland nur zwei Jahre nach Waigels Wette plötzlich die Stabilitäts-Kriterien erfüllt, ist auch Otmar Issing, Chef-Ökonom der Europäischen Zentralbank, fassungslos: “Sie sitzen vor den Zahlen und denken sich ‘Mein Gott, wie haben die das geschafft?’” Hinter den verschlossenen Türen der Bundesbank sind sich die Experten damals jedoch einig: Ein Beitritt Griechenlands in den Euro-Club ist riskant. Der Bundesbanker Hans Reckers wagt sich damit an die Öffentlichkeit. Doch Deutschlands neuer Finanzminister Hans Eichel reagiert sofort: Er pfeift den Kritiker zurück. Den Risiken zum Trotz hoffen alle auf den großen Euro-Boom – und werben bei ihren Bürgern für Vertrauen in die neue Währung.
Ein gefährliches Wunschdenken. Denn fast alle Länder haben große Mühe, die Stabilitätskriterien einzuhalten und entwickeln erstaunlichen Erfindungsreichtum – auch die Deutschen: Finanzminister Theo Waigel will die Bundesbank dazu bewegen, die Goldreserven aufzuwerten. Sein Nachfolger Eichel lässt Milliarden-Forderungen an Russland am Kapitalmarkt verkaufen, um den Bundeshaushalt zu sanieren. In Athen geht man einen Schritt weiter: Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs hilft den Griechen, einen Teil der Staatsschulden zu verstecken. Andere Ausgaben werden in den Bilanzen verschwiegen. Als die Augenwischerei in der Euro-Grau-Zone auffliegt, ist es zu spät. In vielen Staaten ist die Staatsverschuldung längst außer Kontrolle geraten.
Ein Film von Michael Wech.
Dokumentation: Die Griechenland-Lüge (ZDF)
Die ZDF-Dokumentation zeigt, wie es zur schwersten Krise der Euro-Zone kommen konnte und wie die deutschen Bürger von der Politik getäuscht werden.
Zwei Tage nach der Schicksalswahl in Griechenland zeichnen Frontal21-Autoren nach, wie es zu der schwersten Krise der Euro-Zone kommen konnte. Die ZDF-Dokumentation zeigt eine von Wunschdenken und Ignoranz geprägte Politik, die Griechenland in den Abgrund führte – und wie die deutschen Bürger von der Politik systematisch getäuscht werden. Für die Dokumentation waren die Autoren in Griechenland unterwegs, sprachen mit Verlieren und Gewinnern der Krise.
Immer wieder täuschte die Politik sich selbst und die Öffentlichkeit. Schon beim Beitritt zum Euro wurden Kritiker mundtot gemacht. Politische Romantik sei wichtiger gewesen als ökonomische Vernunft, sagt Frits Bolkestein. Der ehemalige EU-Kommissar rechnet in der Dokumentation mit der deutschen und der Brüsseler Politik ab. Ein hochrangiger Insider aus der EU-Kontrollbehörde bestätigt: Viele hätten damals gewusst, dass Griechenland nie hätte in den Euro aufgenommen werden dürfen, doch das wollte niemand hören.
Finanzielle Hilfen kommen nicht an
Milliarden sind inzwischen nach Griechenland geflossen. Doch bei den Griechen kommt das Geld nicht an. Das Textil-Unternehmen von Cecile Varvaressos im Norden des Landes zum Beispiel bekommt keine Kredite mehr. Bürokratie und Vetternwirtschaft sind immer noch im ganzen Land präsent. Und die harten Auflagen der EU helfen nicht – im Gegenteil: „Das Spardiktat ist genau der falsche Weg. Hier wird dem Land jede Chance genommen, sich wieder zu erholen“, sagt der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, Thomas Straubhaar.
Griechenland rutscht immer tiefer ins Elend. Mit einem Sozialarbeiter waren die Reporten in den Armenvierteln Athens unterwegs: Immer mehr Menschen verlieren ihre Jobs, verarmen und der Staat kann ihnen nicht helfen. Seit Beginn der Krise müssen viele Mütter ihre Kinder ins Heim bringen, weil sie sie nicht mehr ernähren können.
Reiche Griechen zahlen keine Steuern
Gleichzeitig zahlen die reichen Griechen noch immer keine Steuern. Die Autoren trafen das Oberhaupt einer Reeder-Familie. Für den Niedergang seines Landes macht der Multimillionär die griechische Politik und die Bürokratie verantwortlich. An einen korrupten Staat will er keine Steuern zahlen. „Oder würden Sie Ihr Geld Al Capone geben?“, fragt der Reeder.
In der Krise hat die Kanzlerin immer wieder versucht, das Griechenland-Problem kleinzureden. Doch jetzt ist klar: Der deutsche Steuerzahler trägt die größten Risiken. Der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, spricht in der Dokumentation von der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg und appelliert an die Politik, endlich Lösungen zu finden.
Film von Michael Haselrieder, Karl Hinterleitner und Reinhard Laska
Prof. Dr. Margrit Kennedy – Geldreform und gesellschaftlicher Wandel
Frau Prof. Dr. Margrit Kennedy auf dem Geldkongress 2012 – Die Geldreform als Bestandteil des gesellschaftlichen Wandels
Prof. Dr. Margrit Kennedy entdeckte 1982 einen Konstruktionsfehler in unserem Geldsystem. Ihr Buch “Geld ohne Zinsen und Inflation” (Goldmann, München 8. aktualisierte Auflage 2006) wurde in 22 Sprachen übersetzt. Das Buch “Regionalwährungen – ein neuer Weg zu nachhaltigem Wohlstand” (Riemann, München 2004) zusammen mit Bernard Lietaer dient als theoretische Grundlage für über 70 Initiativen in Deutschland. Ihr neuestes Buch “OCCUPY MONEY – Damit wir zukünftig ALLE die Gewinner sind” fasst ihre Erfahrungen auf leicht verständliche Art zusammen. In Vorträgen und Seminaren vermittelt sie wie das Geldsystem als ein Dreh- und Angelpunkt unserer wirtschaftlichen Probleme vom beherrschenden zum dienenden Instrument werden kann.











